NGOs drängen OMV zur Einstellung des Sudan-Engagements

5. März 2002, 13:52
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Bis Friedensabkommen zwischen Bürgerkriegsparteien zustande gekommen ist

Wien - Österreichische Menschenrechts- und Entwicklungsorganisationen drängen die OMV zu einer Einstellung ihres Engagements im Sudan, wo seit Jahrzehnten ein Bürgerkrieg tobt. Die OMV solle zusammen mit ihren Konsortialpartnern die Probebohrungen und Messungen still legen bis ein Friedensabkommen zwischen den Bürgerkriegsparteien erreicht sei, heißt es in einer Aussendung der "Sudan Plattform Austria" am Dienstag. Die OMV und ihre Konsortialpartner haben Ende Jänner die Arbeiten bereits "aus Sicherheitsgründen" vorläufig suspendiert.

Beteiligung

Die OMV ist mit etwa 26 Prozent an einem Konsortium beteiligt, dem auch die schwedische Lundin Oil, die malaysische Petronas und die sudanesische Sudapet angehören. Die Gruppe führt im Südsudan seit 1997 ein Explorationsprojekt durch. Internationale Menschenrechtsorganisationen werfen den im Sudan präsenten internationalen Ölkonzernen vor, mit ihren Aktivitäten den Bürgerkrieg weiter anzuheizen.

Die in der Plattform zusammengeschlossenen NGOs, fordern die OMV auf, auf die sudanesische Regierung in Khartum zu Gunsten eines Friedensabkommens einzuwirken, die OMV soll weiters eine unabhängige Untersuchung über die Auswirkungen ihres Engagements auf die lokale Bevölkerung zu finanzieren. Die Republik Österreich, größte Aktionärin der OMV, solle die Menschenrechtssituation im Sudan überwachen lassen und dem Parlament regelmäßig darüber berichten. (APA)

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