Vatikan-Euros mit Papstporträt ausverkauft

5. März 2002, 13:52
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Aber mit Aufschlag "schwarz" erhältlich

Nach wenigen Tagen Daueransturm von Sammlern und Touristen sind die vatikanischen Euro-Münzen bereits ausverkauft. Am Souvenir- und Briefmarkenladen des kleinsten Staates Europas weisen laut Kathpress seit Dienstag Schilder darauf hin, dass weitere Nachfragen nach den begehrten Geldstücken mit dem Porträt des Papstes auf der Vorderseite zwecklos sind. Unterdessen werden rings um den Petersplatz vatikanische Euro- oder Cent-Münzen von Schwarzhändlern für 100 Euro das Stück verkauft. Im Internet wurden bei Auktionen bis zu 500 Euro für einen kompletten Satz von acht Münzen angeboten.

Der Vatikanstaat hatte seit dem 1. März zunächst 65.000 prägefrische Sätze zu je acht Münzen (von einem Cent bis zu zwei Euro) an Sammler abgegeben. Der Ausgabe-Preis für diesen Satz im Nennwert von 3,88 Euro betrug zwölf Euro.

Zusätlicher Euro-Münzsatz aus dem Vatikan

Da der Vatikan auf Grund eines Erlasses der EU-Kommission und einer Vereinbarung mit Italien nur 670.000 eigene Euro-Münzen prägen lassen darf, war eine weitere hohe Wertsteigerung der Münzen von Anfang an erwartet worden. Die Euro- und Cent-Münzen des Vatikanstaates zeigen auf ihrer "nationalen" Seite ein Porträt von Papst Johannes Paul II., das von dem italienischen Künstler Guido Veroi gestaltet wurde. Die Münzen mit der Aufschrift "Citta' del Vaticano" gelten als legales Zahlungsmittel im gesamten Euro-Raum.

Angesichts der starken Nachfrage hat das vatikanische Amt für Numismatik bereits angekündigt, dass ab 1. Juni ein zusätzlicher Euro-Münzsatz in einer Version mit polierter Platte angeboten wird. Der Verkaufspreis für diese Hochglanz-Version liegt noch nicht fest. Weitere Sonder-Prägungen päpstlicher Euro-Münzen sind zu erwarten. (APA)

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