Computerlärm führt zu Stress am Arbeitsplatz

6. März 2002, 19:21
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Regelmäßiges Brummen und leises Piepsen führt dazu, dass sich Menschen nach Beendigung ihrer Arbeit wie gerädert fühlen

Wien/Basel - Von Computern erzeugte Geräusche führen zu Stress am Arbeitsplatz, wie das MID Informatikinstitut in Basel feststellte. "Regelmäßiges Brummen, Quietschen, Pfeifen, und leises Piepsen führt dazu, dass sich Menschen nach Beendigung ihrer Arbeit wie gerädert fühlen", beschreibt Matthias Zehnder von MID Informatik das Problem. Sounddesigner möchten mit angenehmen Tönen, der den lästigen, akustischen Müll überlagert, Abhilfe schaffen.

Für unbeteiligte Außenstehende sind vor allem akustische Warnsignale besonders störend, weil sie mit ihrem Appellcharakter auf Fehler aufmerksam machen, oder Personen die Notwendigkeit eines Arbeitsschrittes signalisieren, was wiederum zu Stress führt. In Großraumbüros führen permanent ertönende akustische Rückmeldungen von Computern zu einer Steigerung des Aggressionspotenzials der Mitarbeiter.

Einen Schalldruckpegel von 55 Dezibel (dB) empfiehlt die deutsche Gesellschaft für Arbeit und Ergonomie für Tätigkeiten mit hoher Konzentrationsanforderung wie Programmieren und Sachbearbeitung. Da Computer aus Komponenten von zahlreichen Zulieferern zusammengebaut werden, gibt es keine Schallprüfung vor der Auslieferung von fertig montierten Geräten. Der Gesamtschallpegel kann nur geschätzt werden.

Sorgsame Unternehmen versuchen deshalb, selbst ein erträgliches Geräuschklima im Büro herzustellen. "Noise Conditioning" nennt sich die Kunst, störenden Lärm in ein angenehmes Schallklima zu verwandeln. Der angenehme Grundton, oder "rosa Rauschen", wie man es auch nennt, soll das Sirren und Quietschen so gut wie möglich überdecken. Wer der Technik nicht traut, kann sich immer noch Watte in die Ohren stecken oder Ohrenschützer aufsetzen. (APA)

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