Paralympics: Bescheidenes Aufgebot, hohe Erwartungen

5. März 2002, 12:01
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Österreich ist in Salt Lake City mit 22 Aktiven vertreten

Wien - Das Olympische Feuer wird am Donnerstag im Rice-Eccles Olympic Stadium in Salt Lake City erneut entfacht. Von 7. bis 16. März gehen in Utah die VIII. Paralympics, die Weltwinterspiele der Körperbehinderten, in Szene. 22 Sportler und Sportlerinnen in den Sparten Ski alpin und Ski nordisch werden dabei die Farben Österreichs vertreten. Das Österreichische Paralympics-Comitee (ÖPC) erhofft sich 20 Medaillen, vier in Gold, acht in Silber und acht in Bronze.

Drei Goldmedaillen-GewinnerInnen von Nagano am Start

Die Qualifikationskriterien waren extrem hoch, so dass praktisch jedem der Österreicher Medaillenchancen eingeräumt werden können. Die größten Hoffnungen ruhen im alpinen Lager auf Harald Eder, Jürgen Egle, Danja Haslacher und Hubert Mandl sowie auf dem Biathleten Oliver Anthofer. Mit Egle (Slalom), Haslacher (Super G, Riesentorlauf) und Mandl (Super G) sind drei Goldmedaillengewinner von Nagano auch vier Jahre später wieder am Start. Das Betreuerteam umfasst aus Kostengründen nicht mehr als 15 Personen.

Vor vier Jahren war das 36-köpfige rotweißrote Aufgebot mit 34 Medaillen aus Japan heimgekehrt. An den Paralympics in Salt Lake City werden 500 Sportler und Sportlerinnen aus 35 Nationen teilnehmen. In Nagano waren es 571 aus 32. Pro Wettkampftag werden mehr als 10.000 Besucher erwartet.

Hochleistungssport Paralympics

Aus dem einstigen Reha-Sport ist 26 Jahre nach der Premiere im schwedischen Ornsköldsvik längst ein Hochleistungssport geworden. Das IOC unterstützt die Paralympics-Bewegung bis 2004 mit über zwei Millionen US-Dollar (2,3 Mio Euro). Die TV-Rechte sind vom IPC bis einschließlich 2006 an die US-Produktionsfirma WeMedia verkauft worden. Auch Doping-Fälle wie bei den Sommer-Paralympics vor zwei Jahren in Sydney werden trotz der erhöhten Anzahl von Kontrollen durch das IPC nicht ausgeschlossen. (APA)

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