Geschichte und Physik auf Englisch pauken?

5. März 2002, 14:01
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Studie zeigt: Schüler lernen in einer Fremdsprache so gut wie in ihrer Muttersprache - mit Zusatznutzen

Lüttich - Schüler, die alle wichtigen Fächer in einer Fremdsprache lernen, erzielen ebenso gute Noten wie bei generellem Unterricht in der Muttersprache. Sie beherrschen ihre Muttersprache am Ende der Grundschulzeit sogar besser als überwiegend darin unterrichtete Schüler, wie die belgische Zeitung "De Standaard" am Montag unter Berufung auf eine Untersuchung in der Stadt Lüttich berichtete.

Kinder, die in ihrer Schulzeit völlig in eine Fremdsprache eintauchten, würden ihre eigene Sprache letztlich besser analysieren und begreifen, erklärte Annick Comblain von der Universität Lüttich das Phänomen. Die Untersuchung baut auf den Ergebnissen der zentralen Prüfungen für die Schüler in Lüttich auf. In der Region erhielten bereits rund 800 französischsprachige Kinder an 26 Schulen den größten Teil ihres Unterrichts in den Fremdsprachen Niederländisch, Englisch oder Deutsch - manche von ihnen schon seit dem Kindergarten.

Das Projekt habe sich deutlich ausgeweitet, seit die Französische Gemeinschaft im mehrsprachigen Belgien es vor vier Jahren offiziell anerkannt habe. Ihre Grundschulzeit schlössen die fremdsprachlich unterrichteten Schüler mit Noten im oberen Mittelfeld ab. Auch Bildungspolitiker im niederländischsprachigen Flandern interessierten sich jetzt für das Modell, berichtete die Zeitung. (APA/dpa)

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