Auf der Spur der Kelten

7. März 2002, 17:54
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Großausstellung zeigt rund 900 Exponate aus der Zeit vom 7. bis 3. Jahrhundert vor Christus

Frankfurt/Main - Eine "europaweit einmalige archäologische Ausstellung" mit Keltenfunden hat die Frankfurter Kunsthalle Schirn am Montag angekündigt. Die Schau "Das Rätsel der Kelten vom Glauberg. Glaube - Mythos - Wirklichkeit" zeigt vom 24. Mai an rund 900 Exponate aus der Zeit vom 7. bis 3. Jahrhundert vor Christus. Die Keltenfunde vom Glauberg in der Wetterau, darunter vier Sandsteinfiguren, sind erstmals zu sehen. Der Rest sind Leihgaben aus rund 60 europäischen Museen.

Am Glauberg hatten Archäologen vor sieben Jahren Dokumente keltischer Kunst und Kultur gefunden, wie Grabbeigaben aus Leder, Holz und Textilien, aber auch Bogen, Köcher, Schilder und Gürtel. Die Funde aus zwei frühkeltischen Fürstengräbern konnten originalgetreu restauriert werden. "Mit der Präsentation dieser Exponate wird Hessen zum wichtigen Keltenland", lobte Kulturministerin Ruth Wagner (FDP) am Montag.

Leihgaben

Dank der Leihgaben aus anderen europäischen Museen sind in Frankfurt bedeutende Fürstengräber Mitteleuropas aus dem vierten und fünften vorchristlichen Jahrhundert mit Goldschmuck, Bronzegefäßen und anderen Kostbarkeiten zu sehen sein. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung ist die frühe keltische Großplastik. So zeigt die Schau 40 Steinskulpturen aus Mittel-, West- und Südeuropa, darunter die vier Statuen vom Glauberg, von denen eine nahezu vollständig erhalten ist. Zudem sind Statuen aus Etrurien, Krieger aus Südfrankreich, aus Granit gefertigte Figuren aus Nordportugal und Skulpturen aus einem frühkeltischen Heiligtum in Burgund zu sehen.

Einblick erhält der Besucher auch in die Methoden der archäologischen Denkmalspflege. So werden in der Ausstellung Ausgrabungs- und Bergungstechniken vorgestellt. Außerdem gibt es ein Begleitprogramm mit Audiotouren, Vorträgen und Workshops.(APA/dpa)

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