Gleichstellung heißt Mitbestimmung

4. März 2002, 20:11
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SPÖ-Frauen bringen Ergebnisse ihrer Konferenz "Frauen und die EU-Erweiterung" auf EU-Ebene ein

Wien - Ausbau der Frauenrechte, mehr Frauenmitbestimmung in der Politik und Verbesserung der Situation der Frauen im Erwerbsleben, das sind die Hauptforderungen der SPÖ-Frauen und das Ergebnis der internationalen Konferenz "Frauen und die EU-Erweiterung" vom 1. März. Die Vizepräsidentin der Sozialdemokratinnen Europas, Barbara Prammer, wird nach einer Aussendung vom Montag das Ergebnis der Konferenz an den EU-Konvent weiterleiten. Damit verknüpften die SPÖ-Frauen den Aufruf zur Gleichstellungspolitik auf EU-Ebene anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März.

Verbesserung der tatsächlichen Durchsetzung von Rechten

Beim "Ausbau der Frauenrechte" fordern die SPÖ-Frauen besondere Priorität bei der Übernahme und Umsetzung von bestehendem EU-Recht im Bereich der Gleichstellung. Ein weiterer Punkt betrifft die Umsetzung des "Gender Mainstreaming" sowie die Verbesserung des tatsächlichen Zugangs zu Gesetzen und der Durchsetzung von Rechten. Um der "Frauenmitbestimmung in der Politik" gerecht zu werden, fordern die SPÖ-Frauen einen entsprechenden Frauenanteil in Parlamenten und Regierungen und die Einbindung der Frauen in allen politischen Bereichen.

Gleichen Lohn für gleiche Arbeit

Die "Situation der Frauen im Erwerbsleben" soll durch leichteren Zugang zur Bildung, durch gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit und durch Frauenförderung in den Betrieben verbessert werden. In der Frage der Kindererziehung fordert man die partnerschaftliche Aufteilung der Kindererziehung sowie den Ausbau von Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Bei der "Gewalt gegen Frauen" seien wirksame Instrumente zur Bekämpfung und Unterbindung von Frauen- und Kinderhandel und verstärkte internationale Zusammenarbeit unerlässlich.

Networking

Ein neues "Netzwerk Frauenförderung" soll die Zusammenarbeit mit NGO's und den Informationsaustausch zwischen den Kandidatenstaaten und den EU-Mitglieder verbessern. Die Beitrittsländer werden aufgerufen, sich aktiv an den Gemeinschaftsprogrammen zu beteiligen. Durch Imagekampagnen soll die Bewusstseinsbildung zur Gleichstellung auf europäischer Ebene forciert werden.
(APA)

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