Millionenraub in Paris

4. März 2002, 16:19
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Bewaffnete Bande erbeutete etwa sechs Millionen Euro

Paris - Bei einem spektakulären Raubüberfall im Herzen von Paris hat eine schwerbewaffnete Bande am Montag bis zu sechs Millionen Euro erbeutet. Die zehn bis 15 Täter drangen nach Darstellung der Polizei am Morgen in eine Geldtransporterfirma ein und sprengten sich den Zugang zum Tresorraum frei. Auf der Flucht wurden sie von der Polizei gestellt.

Zahl der Bewaffneten unbekannt

Die mit Maschinenpistolen bewaffneten Täter konnten sich aber den Weg frei schießen und verletzten dabei einen Polizisten. Die Bande entkam in zwei Fluchtwagen mit der Beute. Über die Zahl der Täter und die Höhe der Beute hatte die Polizei zunächst noch keine genauen Erkenntnisse.

Nach ersten Schätzungen belief sich der Wert der Beute auf etwa vier bis sechs Millionen Euro. "Die Täter waren über die Örtlichkeiten sehr gut informiert", sagte ein Polizei-Sprecher. Sie hätten exakt ein Loch von einem Meter Höhe und 1,50 Meter Breite in die Mauer gesprengt, hinter der im Untergeschoss der Firma die Geldsäcke lagerten. Diese sollten am Tag ausgeliefert werden. Vier bis sechs dieser Geldsäcke konnten sich die Täter schnappen, bevor die Polizei anrückte.

Bande geflüchtet - Polizist verletzt

Die Bande flüchtete auf der Autobahn nördlich von Paris in der Nähe des Flughafens Roissy, wo die Polizei ihre Spur verlor. Nach Angaben der Präfektur wurde der Polizist, der wie seine Kollegen eine kugelsichere Weste trug, mit leichteren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Vergangene Woche hatte erst eine Bande in Frankfurt am Main einen Geldtransporter überfallen. Mit einer Beute von rund 8,6 Millionen Euro war es der bisher höchste Bargeldraub in Deutschland. (APA,dpa)

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