Mord in Wien-Brigittenau

5. März 2002, 12:46
posten

Ermittlungen im Bekanntenkreis

Wien - Der Bekanntenkreis des Ermordeten aus Wien- Brigittenau interessiert die Ermittler des Sicherheitsbüros besonders: Der 51-jährige Reinhard H., dessen Leiche am Montag-Mittag in seiner Wohnung in der Treustraße 61 entdeckt worden war, dürfte nach den Vermutungen der Exekutive einer Auseinandersetzung im Sandler- und Alkoholikermilieu zum Opfer gefallen sein.

Mordverdacht erhärtet

Nach Angaben von Dr. Hannes Scherz vom Sicherheitsbüro hatte das Obduktionsergebnis am Montagabend den Mordverdacht erhärtet. Ursprünglich war man eher von einem Selbstmord des alkoholkranken und als depressiv bekannten Mannes ausgegangen. Die Wucht der Verletzungen - das Messer hatte den Hals durchstoßen und war erst in der Wirbelsäule steckengeblieben - sprechen jedoch gegen die Freitodvariante. "Die Verletzungen sind so schwer, dass er sie sich nicht selbst zugefügt haben kann", so Scherz. In der Brust des Toten steckte eine Schere, dort hatte Reinhard H. zudem eine eher leichte und zwei tiefe Stichwunden.

Die Durchleuchtung des Umfeldes des Opfers dürfte sich für die Ermittler eher mühsam gestalten, sagte Scherz. Es gebe kaum Unterlagen, der Ermordete verkehrte im Sandlermilieu. Diese Leute seien eher schwierig zu finden. Der Tatzeitpunkt wird im Zeitraum vom 20. bis 22. Februar vermutet. Der Bewährungshelfer hatte seinen Klienten zuletzt am 13. Februar getroffen. (APA)

Share if you care.