Raiffeisen Salzburg sieht Signale für Konjunkturaufschwung

4. März 2002, 14:35
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In Aktienportefeuille USA leicht übergewichten

Salzburg - Eine leichte Übergewichtung der USA in einem Aktienportefeuille empfehlen derzeit die Investment-Experten von Raiffeisen Salzburg. Denn vor allem in den USA seien Signale für eine konjunkturelle Belebung zu erkennen, wie der Raiffeisenverband Salzburg heute, Montag, in einer Aussendung mitteilte.

Die US-Notenbank und auch die Regierung setzen ein engagiertes Konjunkturprogramm um. Dementsprechend hätten wichtige Frühindikatoren bereits eine Trendumkehr vollzogen. Drastische Maßnahmen zur Kostensenkung sowie der extreme Lagerabbau der US-Unternehmen im vergangenen Jahr könnten sogar ein relativ schnelles Wiederanspringen der US-Wirtschaft hervorrufen. Diese positive Entwicklung müsse jedoch mit Skepsis betrachtet werden, so die Raiffeisen-Experten. Auf Grund zahlreicher Altlasten wie Überkapazitäten oder Verschuldung der US-Unternehmen und Haushalte könnte sich ein möglicher Aufschwung verzögern.

Europa der traditionell Verlierer

Ein weiteres Risiko liege im internationalen Bereich, da sich Europa und vor allem Japan in einem anhaltenden Abschwung befänden. Europa zähle als import- und exportabhängige Region traditionell zu den Verlierern der weltweiten Wirtschaftsschwäche. Nach starken Einbrüchen in den Vormonaten würden nun Frühindikatoren erste zaghafte Erholungstendenzen zeigen. Diese resultierten aber primär aus der Konjunkturwende in den USA, die Europa über die Exportmärkte Impulse für eine zyklische Belebung verleihe.

Europa scheine derzeit zu schwach, um aus eigener Kraft einen Wirtschaftsaufschwung herbeiführen zu können. Zunehmend bedeutsam für die Weltkonjunktur sei auch die Frage, auf welche Weise Japan als größtes Gläubigerland der Welt seine dramatische Wirtschaftskrise lösen werde, so Raiffeisen Salzburg.(APA)

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