Plädoyer für Ende des Rassenstreits

4. März 2002, 14:06
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Ex-Footballstar O.J. Simpson rief bei Musikkonzert in Cincinnati zu Verständigung zwischen den Bevölkerungsgruppen auf

Cincinnati - Der ehemalige US-Football-Star O.J. Simpson hat das Publikum eines Hip-Hop-Konzerts in Cincinnati aufgefordert, die jüngsten Rassenunruhen zu vergessen. Die etwa 1.200 KonzertbesucherInnen sollten seiner Meinung nach daran arbeiten, das Image der Stadt zu verbessern.

Nachdem im April vergangenen Jahres ein weißer Polizist einen 19-jährigen Schwarzen erschossen hatte, war es zu schweren Rassenunruhen in der Stadt im Staat Ohio gekommen. Das Konzert sollte dazu beitragen, die Gräben zwischen den Bevölkerungsgruppen zu überbrücken.

Er habe in Cincinnati während seiner Football-Spiele viel Spaß gehabt, sagte Simpson, der drei signierte Bälle in die Menge warf. Er wisse, dass Rap - eine Musik, die aus den Schwarzen-Gettos kommt - einen schweren Schlag erlitten habe.

"Und ich kenne mich mit schweren Schlägen aus", erklärte Simpson. Er war 1995 vom Vorwurf des Mordes an seiner Exfrau Nicole Brown und deren Freund Ronald Goldman freigesprochen worden, wurde aber in einem späteren Zivilverfahren doch für ihren Tod verantwortlich gemacht. (APA/AP)

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