Gewaltiger Ausschlag des Oscar-Barometers

4. März 2002, 14:05
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Die amerikanischen Produzenten vergaben ihre Preise: und es kam wieder einmal anders...

Los Angeles - Mit der Vergabe des Produzentenpreises an das Musical "Moulin Rouge" hat sich das Feld der aussichtsreichsten Kandidaten für den Top-Oscar am Sonntagabend überraschend wieder geöffnet. Hollywood-Insider hatten dem mit 13 Oscar-Nominierungen führenden Fantasy-Film "Der Herr der Ringe - Die Gefährten" sowie dem Drama "A Beautiful Mind" über Genie und Schizophrenie die besten Chancen für die Auszeichnung zum besten Film von 2001 ausgerechnet.

"Moulin Rouge" mischt wieder ganz vorne mit

Doch der Verband der US-Produzenten (PGA) traf eine andere Wahl. Er vergab seinen Preis in der Nacht zum Montag an den Australier Baz Luhrmann für sein schmissiges Musical "Moulin Rouge" aus dem Pariser Nachtclub-Milieu. Die PGA-Gewinner von 2001 und 2000, "Gladiator" und "American Beauty", hatten jeweils auch den Top-Oscar erhalten. Weiter rückblickend hatte der Produzentenverband in zwölf Jahren neun Mal "richtig" gelegen und seinen Preis an den anschließenden Gewinner des begehrtesten Oscars verliehen.

Preise für Original- und bearbeitete Drehbücher

Dagegen entschied sich der Verband von Amerikas Drehbuchautoren (WGA) in der Nacht zum Sonntag für den Briten Julian Fellowes und überreichte ihm in Anerkennung von "Gosford Park", einer satirisch-düsteren Kriminalkomödie aus dem englischen Adelsmilieu, seinen Preis für das beste Original-Drehbuch. Der WGA-Preis für das beste bearbeitete Drehbuch ging an den Amerikaner Akiva Goldsman, der das Drehbuch zu "A Beautiful Mind" nach der Bestseller-Biografie von Sylvia Nasar geschrieben hatte. APA/dpa)

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