HOME STORIES 28: Vom Leben und Überleben

5. März 2002, 08:00
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Sehenswertes aus der heimischen Film- und Videoproduktion

Bei den Home Stories 28 steht die internationale Kinoerstaufführung der zweistündigen Videodokumentation "Vom Leben und Überleben" auf dem Programm. Gerda Klingenböck und Bernadette Dewald vom Video(archiv)projekt Ravensbrück stellen in ihrer Dokumentation den Akt des Erinnerns im Sprechen ins Zentrum.

In einer interdisziplinären Zusammenarbeit mit den Wissenschafterinnen Helga Amesberger und Brigitte Halbmayr wurden vom Team des Video(archiv)projekts Ravensbrück 34 mehrstündige Interviews (über 200 Stunden Zeitzeuginnenschaft) mit Überlebenden des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück aufgezeichnet, um als Oral-History-Archiv der Nachwelt überliefert zu werden.

Sechs überlebende Frauen unterschiedlicher Herkunft erzählen von ihren Erfahrungen im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück aber auch über die Zeit davor und danach.

Das Nebeneinander ihrer Geschichten zeichnet in der persönlichen Differenz der Frauen und ihrer Lebensgeschichten ein komplexes Bild der Ereignisse, des (Über)lebens im Lager und der Enttäuschungen in der Nachkriegsgesellschaft. Die Erinnerung, das Sprechen selbst, stehen im Mittelpunkt. Durch die Montage der einzelnen Interviewteile entsteht somit eine kollektive Erzählung, die auch Brüche und Widersprüche zulässt.
(red)

HOME STORIES 28:
Vom Leben und Überleben
Bernadette Dewald, Gerda Klingenböck /
Video(archiv)projekt Ravensbrück
A 2001, Beta SP, Farbe, 120 min
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