Aktionäre klagen Hewlett-Packard

4. März 2002, 13:38
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Abstimmung über Fusion mit Compaq soll verhindert werden

Los Angeles - Die amerikanische Anwaltsfirma Weiss & Yourman hat für Hewlett-Packard-Aktionäre an einem Gericht in Kalifornien eine Klage gegen den Computerkonzern eingereicht, um eine Abstimmung über den geplanten Zusammenschluss zwischen HP und Compaq Computer zu verhindern. Dies hat die Anwaltsfirma am Sonntag in Los Angeles mitgeteilt.

Fehlende Informationen

In der Klage werde HP vorgeworfen, gegen das amerikanische Wertpapiergesetz verstoßen zu haben. Es seien wichtige Informationen im Zusammenhang mit der Fusion in den an die Wertpapier- und Börsenkommission SEC und an die Aktionäre verteilten Unterlagen ausgelassen worden.

Die "New York Times" berichtete am Montag, der frühere HP-Chef Lewis E. Platt habe die einflussreiche Beratungsfirma Institutional Shareholders Services besucht. Er habe erläutert warum er gegen die Transaktion sei. Die Empfehlung der Firma für oder gegen die Transaktion könnte nach Darstellung der Zeitung entscheidend sein. Die Firma wolle ihre Entscheidung am Dienstag nach Börsenschluss bekannt geben.

Die HP-Übernahmeofferte für Compaq Computer ist nach derzeitigen Aktienkursen rund 22 Mrd. Dollar (25,4 Mrd. Euro) wert. (APA/dpa)

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