Begonnen hat alles im Busch

4. März 2002, 11:53
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Australische Ansett Airlines hebt zum letzten Mal ab - 133 Flugzeuge, Ersatzteile, Terminals und Bürogebäude in Melbourne zum Verkauf

Sydney - Die australische Ansett Airlines ist am Montag zum letzten Mal abgehoben. Nach der Pleite der Nummer zwei der australischen Luftfahrt stehen jetzt 133 Flugzeuge, zehntausend Ersatzteile, Terminals und Bürogebäude wie die Zentrale in Melbourne zum Verkauf. Vergangenen Mittwoch waren die Übernahmeverhandlungen von Eigentümer Air New Zealand mit zwei Geschäftsleuten geplatzt.

Damit platzte die Hoffnung, dass von ursprünglich 17.000 Ansett-Mitarbeitern 3.000 ihren Job behalten könnten. Rund tausend von ihnen könnte nun die Konkurrentin Virgin des britischen Unternehmers Richard Branson übernehmen.

Begonnen im Busch

Begonnen hatte Ansett vor 66 Jahren als Autoverleih mit einem Fahrzeug im australischen Busch. 1969 hatte sich Ansett zur größten Fluggesellschaft Australiens gemausert, war aber später von Qantas überholt worden. Kurz nach den Terroranschlägen in den USA kam im vergangenen September das Aus: Dem Insolvenzverwalter zufolge reichte das Geld für einen Betrieb nicht mehr aus.

Zuletzt flog Ansett mehrere Millionen Dollar Verlust pro Woche ein. Die Konkurrenten Qantas und Virgin kündigten an, die Kunden für die Pleite nicht abstrafen und die Flugpreise nicht in die Höhe treiben zu wollen.(APA/AFP)

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