Gefasste Götschl will sich Zeit nehmen

4. März 2002, 18:26
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Die Steirerin hat nur undeutliche Erinnerungen an ihren schweren Sturz und will ihr Comeback gelassen angehen

Schruns - Etwas mehr als 24 Stunden nach ihrem schweren Sturz in Lenzerheide war Renate Götschl am Sonntag in der Privatklinik von Dr. Christian Schenk schon wieder in der Lage, Besuch zu empfangen: die Teamkolleginnen schauten vorbei.

"An den Sturz kann ich mich nur vage erinnern, ich weiß nur mehr, warum er passiert ist", sagte Götschl. "Die Schmerzen haben sich zunächst aber in Grenzen gehalten, daher dachte ich eigentlich nicht, dass so viel kaputt gegangen ist."

Doch Götschl hatte trotzdem noch Glück im Unglück, wie Dr. Schenk bestätigte. Der Meniskus im linken Knie war arg in Mitleidenschaft gezogen worden, konnte aber noch gerettet werden. Am linken Ellbogen kam Schenk mit einer athroskopischen Operation aus, er entfernte auf diese Weise die Knochenabsplitterungen, damit kann Götschl den Arm schon sehr früh wieder bewegen.

Keine übereilte Rückkehr

Götschl will aber nach ihrer ersten wirklich schweren Verletzung keine Eile an den Tag legen. "Ich werde mir Zeit nehmen, damit alles sehr gut ausheilt. Und wenn das sieben statt sechs Monate dauert, ist das auch egal. Zunächst werde ich aber wohl ein paar Tage hierbleiben, wenn mich Dr. Schenk nicht rauswirft." Cheftrainer Karl Frehsner hofft vor allem auf einen guten Heilungsverlauf. "Renate hat alle Voraussetzungen, dass sie wieder zurückkommt. Und zwar so, wie sie vorher war",

Michaela Dorfmeister erfreute Götschl mit mitgebrachten rutschfeste Socken: "Damit sie nicht so bald wieder ausrutscht." (APA)

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