Lange Nacht des FrauenFilms

3. März 2002, 22:29
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17.00 Pippi Langstrumpf, Deutsche Fassung, Kinderfilm
BRD/Schweden 1968. Regie: Olle Hellbom. Buch: Astrid Lindgren. Mit: Inger Nilsson, Pär Sundberg, Maria Persson, Hans Clarin. Wer kennt sie nicht, die rothaarige Pippi Langstrumpf aus der Villa Kunterbunt, die ohne Eltern, Erziehung und Ordnung ein wunderbares Leben lebt. Was ihr plötzlich abgeht: sie hat nie Ferien wie ihre Freunde Tommy und Annika. Daher beschließt sie in die Schule zu gehen. Aber schon zwei Stunden reichen, und Pippi kann getrost auf Ferien verzichten. Da hat sie nun doch wirklich Besseres zu tun, frei nach ihrem Motto: "Ich mach‘ mir die Welt, wiedewiedewie sie mir gefällt." Einigen erwachsenen Besserwissern gefällt das allerdings gar nicht …

17.30 Miel et Cendres Honig und Asche, O.m.U.
CH/Tunesien 1996. Regie/Buch: Nadia Farès. Mit: Lara Chaouachi, Nozha Khouadra, Amel Ledhili, Samia Mzali u.a. Drei Frauen und ihr sehr persönlicher Kampf gegen eine verklemmte tunesische Männergesellschaft stehen im Zentrum dieses Films. Drei Frauen versuchen ihr Leben und ihre Beziehungen mit Männern zu meistern. Obwohl sie aus verschiedenen sozialen Schichten stammen und verschiedenen Alters sind, kreuzen sich ihre Wege und zeigen subtile Formen des Patriachats auf.

19.00 Eröffnung
mit Landesrätin Dr. Elisabeth Zanon-zur Nedden und 1. Bürgermeisterstellvertreterin Hilde Zach. Gast: Barbara Albert, Regisseurin von ”Nordrand”.

19.30 Nordrand, Deutsche Fassung
A/D/CH 1999. Regie/Buch: Barbara Albert. Mit: Nina Proll, Edita Malovic, Tudor Chirilá, Astrit Alihajdaraj, Michael Tanczos u.a. Österreich 1995. Jasmin, Tamara, Valentin, Senad und Roman, fünf junge Menschen unterschiedlicher Herkunft, treffen in Wien aufeinander, um für kurze Zeit ihr Leben und ihre Sehnsüchte miteinander zu teilen. Am Nordrand von Wien versucht jeder von ihnen sein Glück. Zwischen Jobs, unfreiwilliger Mutterschaft und mühsam verdrängten Erlebnissen aus dem Krieg in Ex-Jugoslawien versuchen sie, einander Halt und Wärme zu geben … Anschließend: Gespräch mit der Regisseurin Barbara Albert!

19.30 Secret and Lies Geheimnisse und Lügen, O.m.U.
GB/F 1996. Regie/Buch: Mike Leigh. Mit: Marianne Jean-Baptiste, Brenda Blethyn, Timothy Spall, Phyllis Logan, Claire Rushbrook u.a. Nach dem Tod ihrer Adoptivmutter macht sich die 27-jährige Schwarze namens Hortense auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter. Bei der ersten Begegnung gibt es für Hortense eine irritierende Überraschung: ihre Mutter ist eine Weiße, die unverheiratete Fabriksarbeiterin Cynthia, die mit ihrer 20-jährigen Tochter Roxanne in desolaten Verhältnissen lebt. Zunächst wehrt sich Cynthia gegen Hortenses Wunsch, einander kennen zu lernen, doch bald entwickelt sich zwischen den beiden eine warmherzige Mutter-Tochter-Beziehung. Cynthia muss nun ihrer Familie verständlich machen, dass sie eine schwarze Tochter hat.

21.30 Vénus Beauté Schöne Venus, O.m.U.
F 1998. Regie/Buch: Tonie Marshall. Mit: Nathalie Baye, Bulle Ogier, Mathilde Seigner, Audrey Tautou, Samuel Le Bihan u.a. Eine rosa-türkis leuchtende Neonfassade lädt ein ins Schönheitsinstitut namens ”Vénus beauté”, wo sich die Chefin und ihre drei Kosmetikerinnen beflissen um das Wohl ihrer Kundinnen bemühen. Unter den Händen der Kosmetikerinnen geben diese alles über sich preis, reden von Liebe und Leben, vor allem aber - und das nicht ohne Selbstironie - über die Angst vor dem Alter und den Verlust der Attraktivität, den sie mehr fürchten als den Tod. Eine Reihe von Wahrheiten, Thesen und Mythen über Schönheit und deren Vergänglichkeit, Liebe und Sex, Frauen und Männer kommen zur Sprache.

22.15 aus ge steuert, Deutsche Fassung
A/Innsbruck 2001. Regie/Konzept: Projektgruppe unwillig monetär; Heidi Eberhardt, Anette Perathoner, Gabi Plattner, Michaela Ralser, Helga Treichl, Monika K. Zanolin. Frauen, die sich in einer Vielzahl ihrer Lebensgestaltungen auf Frauen beziehen, erzählen ihre Geschichte und die ihrer Mütter. Die Dokumentation will eine weibliche Genealogie erschließen, Bruch und Kontinuität zwischen den Generationen aufzeigen, sowie den Blick auf weibliche Produktivität, Existenzsicherung und Existenzgestaltung lenken.

23.45 Fast Food fast women, O.m.U.
F/USA 1999. Regie/Buch: Amos Kollek. Mit: Anna Thomson, Jamie Arris, Luise Lasser, Robert Modica, Lonette McKee u.a. Als die Kellnerin Bella den erfolglosen Autor Bruno kennen lernt, versucht sie alles besser zu machen als zuvor, wo sich ihre Träume von Familie und Kindern in den Verstrickungen einer Beziehung zu einem verheirateten Mann endgültig zu verlieren drohte. Doch sie weiß nicht, dass sie mit ihrer Vorgabe, Kinder zu hassen, Bruno genau auf dem falschen Fuß erwischt, denn dieser hat von seiner Exfrau gerade zwei Kinder aufgebürdet bekommen …

00.00 Die Detektivin, Deutsche Fassung
F 1993. Regie/Buch: Tonie Marshall. Mit: Anémone, Roland Bertin, Gregoire Colin, Michel Didym u.a. Maxime, die Detektivin, ist alles andere als sehr katholisch. Ihren Mann hat sie längst verlassen, ihr eigener Sohn ist ihr fremd geworden. Tagsüber verdient sie mühselig ihre Kohle, indem sie langweiligen Fällen nachgeht, abends verifiziert sie ihre Beobachtungen auf dem Computer. Ihre Ziele sind klar formuliert, von Konventionen hält sie nur wenig, Liebesbeziehungen hat sie zu Männern wie Frauen. Sie nimmt die Dinge, wie sie kommen …

01.40 Y aura-t-il de la neige à noel? O.m.U.
F 1996, Regie/Buch: Sandrine Veysset. Mit: Dominique Reymond, Daniel Duval, Jessica Martinez, Alexandre Roger, Yavier Colonna, Fanny Rochetin, Flavie Chimènes, Jérémy Chaix, Guillaume Mathonnet u.a. Der Film schildert unsentimental und bewegend ein Landleben von mitunter schockierender Härte. Der Alltag zeigt, langsam wie der Wechsel der Jahreszeiten, was sich hinter dem monotonen Einerlei verbirgt: Ausweglosigkeit, Unbehagen, seltene Glücksmomente in einer archaisch-patriarchalischen Realität. Sandrine Veysset geht es nicht um ein Idyll, sondern um das Geschick einer Familie, die in materieller und seelischer Not ums Überleben kämpft.

01.55 Kurzfilme
Sonnenflecken A 1998. Barbara Albert. 25 min Feuerhaus D 1996. Bärbel Neubauer. 5,5 min Maria Lassnig Kantate A 1992. Hubert Sielicki. 8 min Mècanomagie A 1996. Bady Minck. 15 min Points of view A 1999. Nana Swiszinsky. 6 min Wieder Holung A 1997. Nana Swiszinsky. 8 min

Ende ca. 03.00 Uhr

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