Teheran plante angeblich Terroraktionen auf Israel

3. März 2002, 18:56
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Jordanien wirft Iran Verstöße gegen nationale Sicherheit vor

Amman - In einer seltenen öffentlichen Stellungnahme hat Jordanien Iran vorgeworfen, die territoriale Sicherheit des arabischen Königreichs verletzt zu haben. In einem Interview, das die unabhängige jordanische Zeitung "Al-Yawm" am Sonntag veröffentlichte, sagte der jordanische Botschafter in Teheran, Bassam Omush, er habe "die iranischen Behörden davon unterrichtet, dass Amman von iranischen Aktionen auf jordanischem Territorium erfahren habe, die die Sicherheit des Landes verletzten".

Vor einem Monat hatte die arabische Tageszeitung "Al-Shark Al-Awsat" berichtet, König Abdullah II. von Jordanien habe während seines USA-Besuchs Anfang Februar Präsident George W. Bush über iranische Pläne für Terroranschläge gegen Israel informiert. Danach sollen die Iraner in Zusammenarbeit mit Angehörigen der palästinensischen Islamisten-Gruppen Hamas und Jihad versucht haben, von Jordanien aus Anschläge auf Ziele in Israel zu verüben. Das iranische Außenministerium hatte wegen der angeblichen anti-iranischen Bemerkungen des Königs Omush zu sich zitiert.

Der Botschafter schlug in dem Interview zugleich ein bilaterales Sicherheitsabkommen vor, um die Probleme zwischen beiden Ländern auszuräumen. Eine offizielle Reaktion auf die ungewöhnlichen Äußerungen des Diplomaten gab es in Amman nicht. Wie ein Herausgeber von "Al-Yawm" sagte, wurde das Interview mit dem Botschafter in der vergangenen Woche in der jordanischen Hauptstadt geführt. (APA)

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