Fatah: Sharons Gewaltpolitik gescheitert

3. März 2002, 18:44
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Militärischer Druck bringt keine Beugung

Ramallah - Israels Ministerpräsident Ariel Sharon ist nach den Worten eines führenden Vertreters der palästinensischen Fatah-Organisation mit dem Versuch gescheitert, den Palästinenser-Aufstand mit Gewalt niederzuschlagen. Die Anschläge am Wochenende hätten gezeigt, dass sich die Palästinenser militärischem Druck nicht beugen würden, sagte Marwan el Barghuti am Sonntag. Er ist Chef der Fatah-Organisation im Westjordanland. Vorsitzender der Fatah ist Palästinenser-Präsident Yasser Arafat.

"Sharon muss den Mut haben, sein Scheitern einzugestehen", sagte Barghuti und bezeichnete die Anschläge als "tapfere Angriffe", mit denen die Toten der Operationen der israelischen Armee in der vergangenen Woche gerächt worden seien. "Es ist Zeit, dass die israelische Öffentlichkeit aufwacht und erkennt, dass sie von Sharon in die Irre geleitet wird", sagte Barghuti. Die Palästinenser würden auch weiterhin israelische Armeeposten im Gaza-Streifen und im Westjordanland angreifen.

Am Sonntag waren beim Angriff auf einen solchen Posten sieben Soldaten und drei Zivilisten getötet worden. Im vergangenen Monat kamen beim Überfall auf einen anderen Posten sechs Soldaten ums Leben. Zu den Anschlägen haben sich die Brigaden der El-Aksa-Märtyrer bekannt, die mit der Fatah-Organisation in Verbindung stehen. (APA)

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