England: Neue Säurepakete sichergestellt

3. März 2002, 22:44
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London/Wien - Die britische Polizei hat nach den versuchten Säure-Attentaten auf Cherie Blair und einen schottischen Parlamentsabgeordneten zwei weitere Päckchen mit ätzenden Substanzen sichergestellt. Laut einem Londoner Polizeioffizier ist es jedoch noch zu früh, einen Zusammenhang zwischen diesen Sendungen und jenen Paketen herzustellen, die an die Frau des britischen Premiers und den Abgeordneten Mike Rumbles gegangen sind.

Am Freitag hatte ein anonymer Anrufer, der sich als Mitglied der Scottish National Liberation Army (SNLA) bezeichnete, einen Journalisten auf die gefährliche Post aufmerksam gemacht. Insgesamt seien 16 Pakete (aufgegeben am 25. Februar in Glasgow) unterwegs. Ihr Inhalt: Glasfläschchen mit der Aufschrift "Eukalyptusöl", die allerdings Ätznatron enthielten - eine Substanz, die bei Berührung schwere Verbrennungen verursachen kann.

Rumbles, der für West Aberdeenshire und Kincardine im schottischen Parlament sitzt, erklärte sich den versuchten Anschlag damit, dass er in Nordengland geboren und aufgewachsen sei. "Über die SNLA sind früher Witze gerissen worden. Jetzt sieht man, dass sie extrem gefährlich sind", so der Politiker.

Ziel der separatistischen "Tartan-Terroristen" war in der Vergangenheit immer auch die Queen und die Königliche Familie. Zuletzt wurde die SNLA für "gefälschte" Anthraxbriefe an die St.-Andrews-Universität verantwortlich gemacht. Dort studiert Prinz William. (red - DER STANDARD, Print, 04.03.2002)

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