Gaddafi-Comback bei Fiat

3. März 2002, 18:10
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Investmentfirma des lybischen Präsidenten erwarb Aktienpaket an italienischem Autohersteller

Rom - Die Libyer steigen erneut bei der italienischen Autogruppe Fiat ein Die libysche Investmentgruppe "Lafico" hat zweiprozentige Beteiligung an dem Turiner Konzern erworben, wie die Mailänder Börsenaufsichtsbehörde Consob berichtet. Über den genauen Kaufpreis wurde nichts bekannt. Die Gesellschaft unter dem Einfluss des libyschen Präsidenten Muammar Gaddafi war im Jänner bereits bei dem von Fiat kontrollierten Fußballklub Juventus eingestiegen. An dem seit Dezember an der Mailänder Börse notierten Klub halten die Libyer eine Beteiligung von 5,3 Prozent. Unter anderen besitzt die Gesellschaft in Italien weiters Anteile an der Banca di Roma.

Alte Bekannte

Gaddafi hatte schon 1976 einen spektakulären Deal mit Fiat-Chef Gianni Agnelli gemacht. Damals erwarb Gaddafi über Lafico 9,09 Prozent der Gesellschaft, da Agnelli dringend eine Finanzspritze brauchte, um der weltweiten Krise in der Autobranche standzuhalten. 1986 kaufte Agnelli das mittlerweile auf 15,19 Prozent angewachsene Aktienpaket wieder zurück.

Fiat war wieder flott gemacht, und Gaddafi strich dank der Kursgewinne einen beachtlichen Gewinn ein. Damit ist er so etwas wie ein guter alter Bekannter bei den Agnellis, die in den vergangenen Tagen in Turin öfters mit Gaddafis Sohn Al Saadi Kontakt gepflegt haben. (APA)

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