Billa-Chef verlängert Vertrag bei Rewe

3. März 2002, 17:24
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Preisschlacht mit Spar soll weiter verschärft werden - "Grasser wäre kein schlechter Nachfolger"

Wien - Billa-Chef Veit Schalle (59) will seinen Vertrag bei der deutschen Billa-Mutter Rewe über das Jahr 2002 hinaus zu verlängern. In einem Interview in der am Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" kündigte der 59-jährige Handelsmanager, dessen Vertrag Ende 2002 ausläuft, an, so lange in seinem Amt bleiben zu wollen, bis die in Italien zugekauften 119 Standa-Supermärkte in den Konzern integriert sind. "Das kann sich durchaus bis Ende 2003 hinziehen", so der Billa-Boss.

Potenzieller Nachfolger?

Angesprochen auf Finanzminister Karl-Heinz Grasser (F), der als sein Nachfolger bei Billa kolportiert worden war, sagte Schalle laut "profil": "Grasser wäre wahrscheinlich wirklich kein schlechter Nachfolger. Er macht einen Superjob." Außerdem sei der Finanzminister der einzige gewesen, der auf die von Billa befürchtete Marktbeherrschung von Spar in Westösterreich reagiert habe.

Grasser hatte die ihm unterstellte Finanzprokuratur eingeschaltet, um die Übernahme von sechs Maximärkten in Oberösterreich und Salzburg durch Spar kartellrechtlich prüfen zu lassen. Schalle: "Ich habe alle angeschrieben, den Wirtschaftsminister, die Arbeiterkammer, den Markenartikelverband - alle. Und keiner hat was unternommen, außer ihm."

Preisschlacht wird härter

Der Wettbewerb zwischen den beiden führenden Supermarktketten Billa und Spar soll sich laut Schalle demnächst weiter verschärfen. "Die Preisschlacht wird härter werden", kündigt Schalle im "profil"-Gespräch an. Den ersten Schritt in dieser Richtung wolle Billa tun. (APA)

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