Das "letzte Gespenst" des Vietnam-Kriegs

4. März 2002, 11:56
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Vietnamesische und US-Forscher beraten über mögliche Folgen von Agent Orange

Hanoi - Vietnamesische und US-Wissenschaftler haben die erste gemeinsame Konferenz über die Gefahren des Entlaubungsmittels Agent Orange eröffnet. Agent Orange sei das "letzte Gespenst" des Vietnam-Kriegs, sagte der US-Botschafter Raymond Burghardt am Sonntag zur Eröffnung in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. Ziel der Tagung ist es, die Auswirkungen des dioxinhaltigen Entlaubungsmittels auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt zu untersuchen. Finanzielle Hilfen für die mehreren zehntausend vietnamesischen Agent-Orange-Opfer lehnt Washington jedoch ab.

Auf heftige Kritik der US-Vertreter stieß, dass Vietnam internationalen Medien keinen vollständigen Zugang zu der Konferenz gewähren wollte. Eine offizielle Begründung gab es hierfür nicht. Während der Tagung wollten US-Wissenschaftler eine gemeinsame Studie vorstellen, laut der vietnamesische Agrar- und Fischexporte nicht mit Dioxin belastet sind.

Im Vietnamkrieg setzte die US-Armee das toxische Entlaubungsmittel großflächig ein, um die Guerilla-Kämpfer des Vietkong aufspüren zu können. Der Krieg endete 1975 mit einem Sieg der Kommunisten und dem Rückzug der USA aus dem südostasiatischen Land. (APA)

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