Giftküche in Amtsstuben

3. März 2002, 16:05
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Gesundheitsschädigende Möbel in Salzburger Amtsgebäuden

Salzburg - "Teile des Amtes der Salzburger Landesregierung scheinen die reinste Giftküche zu sein". Das stellte am Sonntag der freiheitliche Salzburger Landesparteiobmann Karl Schnell in einer Presseaussendung fest. Er beruft sich auf eine Mitteilung der Personalvertretung der Landesverwaltung. Es handle sich dabei um gesundheitsschädigende Möbel und Teppiche, erklärte Schnell.

Die Mitarbeiter der Landesverwaltung seien bereits vom Vorsitzenden des Zentralausschusses darüber informiert worden, sagte Schnell. Er bezeichnete es als einen Skandal, dass "die Landesregierung offenbar untätig ist und die schädlichen Einrichtungen im Amtsgebäude in der Michael-Pacher-Straße sowie im Bürgerzentrum am Bahnhof immer noch in Verwendung sind". Der Politiker warf der Regierung einen "klaren Verstoß gegen das Bedienstetenschutzgesetz vor.

Im Gegensatz dazu werde für Landeshauptmann-Stellvertreterin Gabi Burgstaller (SPÖ) ein neues Büro geplant, das die Personalvertretung sogar als "Penthouse-Büro" bezeichne, betonte Schnell. "Wir verlangen vom Landeshauptmann Aufklärung über diese Missstände". Es könne nicht sein, dass "für die Repräsentation der Regierungsmitglieder das Geld locker sitzt, während die Mitarbeiter der Landesverwaltung und die Bürger dazu verurteilt werden, sich in wahren Giftküchen aufzuhalten", meinte der freiheitliche Politiker.

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