Starkes Erdbeben erschütterte Zentralasien

3. März 2002, 16:57
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7,2 auf der Richterskala - Fünf Tote allein in Kabul

Duschanbe/Kabul - -Bein schweren Erdbeben in Zentralasien sind am Sonntag allein in der afghanischen Hauptstadt Kabul offiziellen Angaben zufolge mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen, 20 wurden verletzt. Das Beben erschütterte Teile Afghanistans, Pakistans und Indiens. Nach Angaben von US-Seismologen erreichte das Erbeben eine Stärke von 7,2 auf der Richter-Skala. Bereits bei einer Stärke von 6,0 können schwere Schäden entstehen. Der Erdstoß dauerte etwa 90 Sekunden.

Nach Messungen des Instituts für Seismologie im pakistanischen Peschawar lag das Epizentrum des Bebens 250 Kilometer nördlich von Peschawar im Hindukusch-Gebirge. Ein Sprecher des afghanischen Informationsministeriums sagte, in Kabul seien mindestens 30 Häuser eingestürzt oder schwer beschädigt worden. Dort und in der pakistanischen Stadt Rawalpindi flüchteten die Menschen in Panik aus ihren Häusern.

Bisher liegen kaum Informationen über Folgen des Bebens vor, denn die betroffenen Gebiete sind abgelegen und nur dünn besiedelt. Bei zwei Beben 1998 in den nordafghanischen Provinzen Tachar und Badachstan waren rund 8.500 Menschen ums Leben gekommen. (APA/REUTERS)

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