Die schwersten Anschläge der El-Aksa-Intifada

3. März 2002, 11:35
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Attentatswelle nimmt seit Sharons Besuch auf dem Tempelberg kein Ende

Jerusalem - Ein palästinensischer Selbstmordanschlag in West-Jerusalem mit mindestens zehn Toten und Dutzenden Verletzten hat am Samstagabend die Hoffnungen auf neue Friedensinitiativen für den Nahen Osten zunichte gemacht. Die Nachrichtenagentur AFP gibt einen Überblick über die schwersten anti-israelischen Anschläge seit dem Besuch des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon auf dem Jerusalemer Tempelberg Ende September 2000, in dessen Folge die so genannte El-Aksa-Intifada begann.

2000

2. November: Bei der Explosion einer Autobombe in einem belebten Viertel in Westjerusalem sterben zwei Israelis. Elf Menschen werden verletzt.

20. November: Bei einem Bombenanschlag auf einen Schulbus im südlichen Gazastreifen werden zwei jüdische Siedler getötet und neun Menschen zum Teil schwer verletzt.

2001

14. Februar: Ein palästinensischer Busfahrer rast nahe Tel Aviv in eine Gruppe von Soldaten und Zivilisten. Acht Israelis werden getötet und 21 Menschen verletzt.

18. Mai: Ein Selbstmordattentäter reißt in einem Einkaufszentrum in Netaniya mindestens sechs Menschen mit in den Tod. Mehr als 100 Menschen werden verletzt.

1. Juni: Vor einer Strand-Disco in Tel Aviv sprengt ein palästinensischer Selbstmordattentäter sich selbst und 23 Jugendliche in die Luft. 75 Menschen werden verletzt.

9. August: Bei einem Bombenanschlag in einer voll besetzten Pizzeria im Zentrum von Jerusalem sterben 15 Menschen und der Attentäter, mehr als 80 Menschen werden verletzt.

1. Dezember: Zwei Selbstmordattentäter sprengen sich in einer Jerusalemer Fußgängerzone in die Luft und töten zehn Israelis. 170 Menschen werden verletzt.

2. Dezember: Bei einem Anschlag auf einen Bus in Haifa sterben mindestens 16 Menschen, rund 40 werden verletzt.

12. Dezember: Zehn Israelis sterben, als ein israelischer Linienbus im Westjordanland in einen palästinensischen Hinterhalt gerät.

17. Jänner: Im nordisraelischen Hadera erschießt ein Palästinenser sechs Israelis in einem Festsaal und verletzt mehr als dreißig.

22. Jänner: Wenige Stunden nach dem gewaltsamen Einmarsch der israelischen Armee in Nablus werden bei einem Anschlag in Jerusalem mindestens 30 Menschen verletzt.

27. Jänner: Bei einem palästinensischen Selbstmordanschlag im Zentrum von Jerusalem stirbt ein Mensch, mehr als 30 werden verletzt.

2. März: Ein palästinensischer Selbstmordattentäter reißt in West-Jerusalem mindestens neun Menschen mit in den Tod und verletzt Dutzende weitere. (APA)

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