WHO: Umweltverschmutzung tötet jährlich drei Millionen Kinder

3. März 2002, 10:53
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Alleine 1,3 Millionen Opfer durch schlechtes Wasser

Bangkok - Umweltverschmutzung tötet: Jährlich sterben drei Millionen Kinder unter fünf Jahren durch verseuchtes Trinkwasser, schlechte sanitäre Anlagen, Luftverschmutzung sowie Vergiftungen. Dies geht aus dem WHO-Bericht "Health and Enviroment in Sustainable Development" hervor, der am Sonntag bei einer Konferenz gegen Kindersterblickeit in Bangkok vorgestellt wurde.

1,3 Millionen Kinder in Entwicklungsländer starben allein im Jahr 2000 an Durchfallerkrankungen - ausgelöst durch verseuchtes Wasser, unzureichende sanitäre Anlagen sowie mangelnde Hygiene. Rund weitere 1,4 Millionen entwickeln durch Luftverschmutzung - vor allem in Räumen - tödliche Erkrankungen der Atemwege.

Nicht einfach kleine Erwachsene

"Kinder sind nicht einfach kleine Erwachsene", heißt es in dem Bericht. Durch den Wachstums- und Entwicklungsprozess sind sie ganz besonders anfällig für akute und chronische Krankheiten, die durch ihre schlechten Umweltbedingungen ausgelöst werden.

Die WHO forderte, dass die Gefahren durch Umweltverschmutzung besonders auf Plätzen, die von Kinder häufig frequentiert werden, reduziert werden sollten. "Allen voran in Schulen", sagte Dr. Richard Helmer von der Weltgesundheitsorganisation. (APA)

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