Angehörige deutscher Afghanistan-Soldaten belästigt

3. März 2002, 00:57
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Mehrere Soldaten-Frauen bekamen eine neue Identität

Berlin - Familienangehörige der in Afghanistan eingesetzten KSK-Elitesoldaten der deutschen Bundeswehr sind seit Anfang der Woche belästigt worden. Wie die deutsche Sonntagszeitung "Welt am Sonntag" berichtete, ermitteln zur Zeit zivile und militärische Nachrichtendienste, wie die anonymen Anrufer Namen und Telefonnummern der in Calw am Rande des Schwarzwalds stationierten 250-Mann-Truppe herausgefunden haben und wer dahinter steckt.

Der Ehefrau eines Soldaten sei etwa gesagt worden: "Wir müssen Ihnen leider mitteilen, Ihr Mann ist tot." Im Ort seien einige Soldatenfrauen überdies so massiv bedrängt worden, über den Einsatz ihrer Männer zu sprechen, dass mehrere eine neue Identität bekamen. Sie seien mit ihren Kindern in eine andere Stadt umgezogen.

Rund 100 deutsche Soldaten des "Kommandos Spezialkräfte" (KSK) sind bereits seit Wochen an der Seite von amerikanischen und britischen Soldaten im Kampfeinsatz in Afghanistan. Dort machen sie Jagd auf Terroristen der El-Kaida-Organisation von Osama bin Laden. (APA/AP)

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