Spanischer Samstag: Vier Titel

2. März 2002, 21:06
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Die SpanierInnen räumten im Dusika-Stadion groß ab, insgesamt gab's am zweiten Wettkampftag gleich acht Medaillen

Wien - Die Spanier hatten am Samstag bei den 27. Leichtathletik-Hallen-Europameisterschaften in Wien reichlich Grund zum Feiern. Innerhalb von knapp drei Stunden sackten sie insgesamt acht Medaillen ein, vier davon in Gold!

Besonders beeindruckend war die Vorstellung über 3.000 m: Alberto Garcia (7:43,89), Antonio Jimenez (7:46,49) und Jesus Espana, der ex aequo mit dem Briten John Mayock (7:48,08) Dritter wurde, sorgten für einen Dreifach-Triumph, dahinter folgte der Niederösterreicher Michael Buchleitner mit Respektabstand in 7:54,39 auf dem fünften Platz.

Doppelerfolg im Weitsprung

Im Weitsprung der Männer gab's dagegen durch Raul Fernandez (8,22) und Yago Lamela (8,17) "nur" einen Doppelerfolg für die Spanier, für die auch noch Manuel Martinez im Kugelstoßen (21,26 m) sowie die aus Nigeria stammende Hürdensprinterin Glory Alozie (mit Jahresweltbestzeit und Landesrekord in 7,84 erfolgreich), Gold eroberten. Über 1.500 m verhinderte der Portugiese Rui Silva, der ursprünglich über 3.000 m hatte starten wollen, in 3:49,93 den fünften Streich, Juan Higuero (3:50,08) freute sich aber nach kurzer Enttäuschung auch über Silber.

Die Russen müssen sich also am Sonntag, an dem die restlichen 14 der insgesamt 28 Entscheidungen auf dem Programm stehen, ordentlich ins Zeug legen, um die Nationenwertung doch noch zu gewinnen, da am Samstag nur Maria Kupzowa im Hochsprung siegen konnte. Mit 2,03 erzielte sie nicht nur russischen Rekord, sondern auch eine Saisonbestmarke.

Tschechische Dominanz im Siebenkampf

Im Siebenkampf fiel dagegen keine Höchstmarke, der tschechische Zehnkampf-Weltrekordler Roman Sebrle feierte aber auch mit 6.280 Punkten einen sicheren Sieg vor seinem Landsmann und Titelverteidiger Thomas Dvoark (6.165). Im Stabhochsprung ging es dagegen enorm eng zu, am Ende entschied nur die Anzahl der geringeren Fehlversuche für den Deutschen Tim Lobinger, der als einziger Athlet 5,75 m im ersten Versuch gemeistert hatte. Über 200 m musste sogar das Zielfoto ausgewertet werden, um festzustellen, dass der Pole Marcin Urbas in 20,64 Sekunden den britischen Titelverteidiger Christian Malcolm (20,65) entthronte, während die Ukrainerin Wita Pawljisch die Konkurrenz im Kugelstoßen mit 19,76 m gleich um mehr als einen Meter deklassierte. (APA)

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