Betreiber von Suchmaschinen verklagt

3. März 2002, 09:20
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Altavista, Overture, Findwhat und Kanoodle drohen Schadenersatzzahlungen in Millionenhöhe

Immer mehr Suchmaschinen lassen sich gute Rankings bei der Suchergenis-Anzeige bezahlen. Dies führt dazu, dass oft das eigentliche Gesuchte hinter Werbe- oder Lockangeboten kommt. Nun wurden die vier Suchmaschinen Altavista, Overture, Findwhat und Kanoodle wegen Wettbewerbsverzerrung und eine Schadenersatzzahlung in der Höhe von rund 506 Millionen Euro verklagt.

Subjektive Ergebnisse

Die Kläger wiesen daraufhin, dass viele Treffer in den besagten Suchmaschinen subjektive Ergebnisse sind, da diese nur aufgrund von entsprechender Bezahlung zusatnde kommen. Die klagenden Unternehmen sehen darin Wettbewerbsverzehrung und befürchten wirtschaftliche Nachteile.

Die teure Pille

Mark Nutritionals, ein Erzeuger von Nahrungsergänzungsmitteln und Diät Pillen, klagt die vier Suchmaschinen wegen der bezahlten Links nun auf 440 Millionen Dollar (506 Millionen Euro). In der Klageschrift heißt es, dass Konsumenten bei einer Suche in den vier Suchmaschinen statt Produkten der Firma Mark Nutritionals Konkurrenzprodukte angepriesen bekommen.

Präzedenzfall

Diese Klage stellt einen Präzidenzfall dar. Es geht dabei auch um die Frage ob Suchmaschinen in Zukunft Ergebnisse aufgrund von Relevanz oder aufgrund besserer Bezahlung einzelner Anbieter liefern werden. Ähnliche Vorwürfe gibt es im Übrigen in den USA auch gegen Microsoft und AOL. In beiden Fällen sollen zuerst unternehmenseigene oder von den Firmen gesponsterte Suchergebnisse angezeigt werden. Sowohl AOL wie auch Microsoft dementieren in ihren Suchmaschinen gegen Bezahlung bessere Rankings vorzunehmen.(red)

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