Websignatur für Handel und Verwaltung

1. März 2002, 19:18
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Kombination mit Bankomatkarte

Die A-Trust, eine gemeinsame Tochter österreichischer Banken, Telekom Austria und Wirtschaftskammer, hat nun am "eDay" der Wirtschaftskammer ihre Digitale Signatur vorgestellt. Solche elektronischen Zertifikate sollen künftig die eigenhändige Unterschrift ersetzen.

Sicherheit

Da damit das Bezahlen im Internet sicherer wird, sieht Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl einen Schub beim elektronischen Handel kommen. Die derzeitigen Umsätze von 8,2 Mrd. Euro würden sich in den nächsten zwei Jahren verdoppeln, prognostiziert Leitl. Dazu werden alle rund hunderttausend Unternehmen mit der Signaturtechnologie ausgestattet. Auch strebt die A-Trust eine Verschmelzung der Bankomatkarte mit der Chipkarte für die digitale Signatur an.

Projekte

Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer kündigte eine ganze Reihe von "E-Government"-Projekten an, die alle eine digitale Signatur benötigen: Bis 2003 soll für die wichtigsten Behörden-Dienstleistungen ein allgemeiner, elektronischer Zugang möglich sein; das Ausstellen eines Reisepasses oder eines Führerscheins werde bis 2004 komplett online abgewickelt werden können.

Steuerzahlen online

Die Einbringung der Lohn-und Einkommenserklärung für das Steuerjahr 2002 wird ab dem ersten Quartal 2003 möglich, kündigte Riess-Passer an. Außerdem soll die Gewerbeanmeldung online erfolgen können. Auch bei der Strafregisterbescheinigung wird die Digitale Signatur in Kürze eingesetzt werden. Voraussetzung dafür, dass diese Initiativen auch zu einer Verwaltungsvereinfachung und damit zu Kostenersparnis führen, ist, dass auch innerhalb der Behördenstellen Aktenwege elektronisch durchgeführt werden. Das Projekt ELAK (Elektronischer Akt) befindet sich in der Ausschreibungsphase. (ruz / DER STANDARD Printausgabe, 2./3. März 2002)

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