Die Weltbevölkerung wächst rasant

3. März 2002, 17:00
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UN-Bericht prognostiziert 9,3 Milliarden Menschen für 2050

New York - Ein aktueller UN-Bericht warnt vor der rasanten Bevölkerungszunahme und rechnet in den nächsten 50 Jahren mit einer weiteren Steigerung um drei Milliarden Menschen. Die Gesamtpopulation liegt dann bei 9,3 Mrd. Menschen. Zum raschen Anstieg der Weltbevölkerung hat unter anderemder medizinische Fortschritt beigetragen. Die Konsequenzen sind laut dem Direktor der UN-Bevölkerungsabteilung Joseph Chamie weitreichend und werden u.a. das wirtschaftliche Wachstum, Investitionen und die Pensionsversorgung beeinflussen.

Laut dem Report "The United Nations Estimates and Projections of Population Revision 2000" ist die Lebenserwartung seit 1950 um 20 Jahre gestiegen und liegt durchschnittlich bei 66 Jahren (derStandard.at berichtete).

Mit einer weiterhin steigenden Bevölkerungszahl werden Afrika und Asien zu kämpfen haben. Obwohl die Immunschwäche-Krankheit AIDS hunderte Millionen Menschen in Afrika dahinrafft, wird sich die Bevölkerungszahl in den 48 ärmsten Staaten der Welt, vorwiegend in Ländern südlich der Sahara, in den nächsten 50 Jahren verdreifachen. Für Europa wird im Gegensatz dazu eine Bevölkerungsabnahme prognostiziert. Allein in der Ukraine soll die Bevölkerung bis 2050 um 40 Prozent sinken, in Russland um 28 Prozent und in Italien um ein Viertel. Noch vor 50 Jahren präsentierte sich ein anderes Bild. Europa stellte 22 Prozent der Weltbevölkerung weit abgeschlagen Afrika mit acht Prozent. In 50 Jahren wird Afrika dreimal so viele Menschen beherbergen wie Europa. Dass AIDS bis zu diesem Zeitpunkt das dortige Bevölkerungswachstum um rund 15 Prozent reduzieren wird, hat laut Bericht keinen Einfluss darauf. (pte)

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