Haushaltsstrom aus der Brennstoffzelle

1. März 2002, 19:43
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Die erste Österreichs ist nun in Betrieb - der Strom-Grundbedarf eines Einfamilienhauses wird damit gedeckt

Linz - Die erste Brennstoffzelle Österreichs zur Strom- und Wärmegewinnung für Haushalte wurde am Freitag im Technologiezentrum Salzkammergut in Attnang-Puchheim offiziell in Betrieb genommen. Sie wird von Energie AG (EAG) und Oberösterreichischer Ferngas AG im Rahmen ihrer Forschungsarbeiten betrieben.

Mit einer elektrischen Leistung von einem Kilowatt deckt die 350 Kilogramm schwere Brennstoffzelle den Grundbedarf eines Einfamilienhauses an Strom. Zusätzlich kann bei diesem System die Wärme für Heizung und Brauchwasser abgedeckt werden. Der für den Betrieb der Brennstoffzelle erforderliche Wasserstoff wird direkt vor Ort aus Erdgas gewonnen. Hersteller der Brennstoffzelle ist die Schweizer Firma Sulzer Hexis AG. Diese innovative Strom- und Wärmeproduktion kann nun auch von Interessierten besichtigt werden.

Abfallprodukt: Wasser

In einer Brennstoffzelle verbinden sich die Elemente Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser. Dabei entsteht Energie, die in Form von Strom und Wärme genutzt werden kann. Als einziges Abfallprodukt entsteht Wasser. Obwohl dieses Prinzip bereits seit 1838 bekannt ist, wird es erst seit etwa 30 Jahren praktisch angewendet. Allerdings fand die Brennstoffzelle bisher beinahe nur in Nischentechnologien Verwendung: beispielsweise für Bordenergiesysteme in U-Booten oder in der Raumfahrt. Künftig sollten die Anwendungsbereiche der Brennstoffzelle jedoch auch von der stationären Anlage über die portable Energieversorgung von Handys und Laptops bis hin zu Anwendungen im mobilen Bereich - wie Pkw, Busse und Schiffe - reichen, sind sich die Betreiber sicher.

Brennstoffzellen eignen sich als umweltfreundlicher Ersatz für herkömmliche Heizkessel. Mit einer Serienfertigung der Haushalts-Brennstoffzellen bei drastisch gesunkenen Kosten rechnen die Betreiber ab dem Jahr 2004. (APA)

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