Österreich einziges Land ohne Transporterüberfall

1. März 2002, 18:17
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Notenbank und Innenministerium loben vorbildliche Umstellung auf das neue Geld

Wien - In Österreich ist die Umstellung auf den Euro reibungsloser von Statten gegangen, als in vielen anderen Euro-Ländern. "Wir sind das einzige Land, in dem es bei der Euro-Einführung keinen Überfall auf einen Geldtransport gegeben hat", betonte OeNB-Direktor Wolfgang Duchatczek am ersten "schillingfreien" Abend bei einer Festveranstaltung in Wien. Innenminister Ernst Strasser (V) sprach von einem Erfolg, "um den uns alle anderen Länder beneiden".

Im Namen der Republik bedankte er sich bei den Mitarbeitern der Nationalbank, den Banken und bei der österreichischen Bevölkerung, die sich, für viele überraschend, mit großer Selbstverständlichkeit sofort auf die neue Währung eingestellt hätten. Auch die Nationalbank räumte ein, dass alles so rasch und klaglos gelaufen sei, "wie wir es selbst nicht zu hoffen gewagt haben". Die Notfallspläne wurden nicht gebraucht.

Fehldrucke

Unter den wenigen "Hoppalas", die passiert seien, war ein halbbedruckter Fünf-Euro-Schein, der aus der Wiener Druckerei gekommen sei. "Es ist dabei keiner zu Schaden gekommen. Im Gegenteil: Der Wert ist schon auf ein Vielfaches des Nominales gestiegen." Damit sprach Duchetczek das Faktum an, dass die bisher vier in Deutschland aufgetauchten Fehldrucke in dortigen Sammlerkreisen schon um das zumindest Fünffache des Nominalwerts "gehandelt" weden.

Die Nationalbank hat für den Festakt eine große "Schilling-Glocke" gießen lassen, deren Außenseite alte Schillingmünzen zieren. Außerdem wurden 1.376 Flaschen eines Euro-Schnaps gebrannt, der am Abend verteilt wurde. (APA)

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