Fondsmanager: Optimismus für Asien

1. März 2002, 17:24
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Umfrage: Pessimismus für Japan und Lateinamerika - Europa rangiert bei Performance-Chancen vor den USA

Wien - Zunehmend optimistisch stufen europäische Fondsgesellschaften den Ausblick für Asiens Aktienmärkte ein. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Fondsratinggesellschaft Morningstar hervor. 45 Prozent der zwischen 11. und 22. Februar befragten Fondsmanager von 50 Fondsgesellschaften halten Asien (exklusive Japan) für die am besten performende Anlageregion auf Sicht der nächsten zwölf Monate. Bei der letzten, im Jänner durchgeführten, Umfrage waren nur 39 Prozent der Fondsexperten dieser Meinung.

Europa attestierten 27 Prozent der Befragten die besten Performance-Chancen, USA liegt weit abgeschlagen mit einem Anteil von zwölf Prozent. Pessimistisch sind die Fondsmanager weiter für Japan und Lateinamerika. Nur jeweils sechs Prozent der Fondsstrategen halten die beiden Regionen für den künftigen Performance-Sieger.

TMT-Optimismus eingetrübt

Auf Branchenseite hat sich der Optimismus für den Bereich Technologie-Medien-Telekom (TMT) etwas eingetrübt. 40 Prozent der befragten Fondsmanager räumen dem TMT-Sektor zwar das größte Kurspotenzial ein, im Jänner favorisierten aber noch 50 Prozent der Experten die TMT-Branche. An zweiter Stelle folgt der Rohstoffsektor, 25 Prozent der von Morningstar befragten Experten bescheinigen Rohstoffwerten die besten Performanceaussichten.

Insgesamt erwarten die Fondsexperten eine positive Entwicklung der Aktienmärkte. Eine klare Mehrheit von 61 Prozent der Befragten prognostiziert für den MSCI World-Index eine Zwölfmonats-Performance von fünf bis zehn Prozent, 33 Prozent trauen dem Börsenbarometer sogar Gewinne von zehn bis 15 Prozent zu. Keiner der Befragten erwartet eine negative Entwicklung auf Jahressicht. 90 Prozent der Fondsmanager halten zudem Aktienfonds für die beste Anlageform auf Sicht von zwölf Monaten. (APA)

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