Velence-See - ein paradiesischer Geheimtipp

5. März 2002, 14:11
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Auf halbem Weg zwischen Budapest und Plattensee gelegen, entdecken immer mehr Wasser- und Naturliebhaber den Velence-See

2050 Sonnenstunden im Jahr haben dem zweitgrößten See Ungarns auch den Namen "Sonnenscheinsee" eingebracht und sein 26° C warmes seichtes Wasser garantiert herrliches Badevergnügen. Das feine Wasser des Sees hat außerdem Trinkwasserqualität und durch die im Schlamm enthaltenen Mineralien und Salze wird ihm auch heilende Wirkung zugeschrieben.

Der Velence-See ist knapp 11 km lang und 2,5 km breit mit einer Durchschnittstiefe von etwa 1,5 m.

Auf den schwimmenden Moorinseln im See sind einige Tausend Pflanzen- und Tierarten heimisch, mehr als die Hälfte des Sees ist mit Schilf bedeckt. Unter den Pflanzen und Tieren findet man streng geschützte Arten. Das Besondere am Velence-See ist jedoch seine Vogelwelt mit über 200 Arten, von denen etwa 100 hier ihre Nistplätze haben. Am See und in den angrenzenden Gebieten herrscht absolutes Jagdverbot.

Auf den Schilffreien Flächen kommen Windsurfer und Segler voll auf ihre Kosten. Im Erholungsgebiet zwischen den Orten Velence und Sukoró gibt es am Ufer ein Wassersportzentrum, das auch Paddel- und Ruderregatten sowie Anglermeisterschaften organisiert.

Auch kulturell hat die Umgebung des Sees eine Menge zu bieten. Die Geschichte des Hauptortes Velence geht auf die Römer zurück, als die Straße von Acquinum nach Savaria (das heutige Szombathely) hier vorbei führte, die Gründung des Ortes wird den Venezianern zugeschrieben. Heute ist Velence mit seinem Yachtclub das touristische Zentrum am See, das außerdem für seine am Bence-Berg wachsenden weißen Trauben berühmt und als Station an der Weinstraße beliebt ist.

Eines der schönsten Dörfer am See ist das etwas erhöht gelegene Sukoró, wo man im Volkskundehaus aus dem Jahr 1863 Interessantes über den See, seine Geschichte und seine Menschen erfahren kann.

An nicht zu heißen Sommertagen ist eine Fahrt ins Hinterland des Velence-Gebirges ein lohnendes Ausflugsziel. Neben unberührter Natur findet man bizarre Granitformationen, wie Wackelsteine, Lochsteine oder Felsentore. (APA/red)

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