Rauchen lässt die Zähne wackeln

1. März 2002, 15:40
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Parodontose-Risiko wird ab zehn Zigartten täglich deutlich höher

Düsseldorf - Zigarettenkonsum lässt auf Dauer die Beißerchen wackeln. Darauf haben Zahnärzte am Freitag bei einem Kongress in Düsseldorf hingewiesen. Wer über einen längeren Zeitraum hinweg täglich bis zu zehn Glimmstängel raucht, habe nach jüngsten Forschungen im Durchschnitt ein dreifach erhöhtes Parodontose-Risiko, sagte Prof. Michael Noack vom Zentrum für Zahnheilkunde der Universität Köln.

Angeschlagenes Immunsystem der Mundhöhle bedinge tiefere "Taschen"

Das angeschlagene Immunsystem der Mundhöhle bedinge tiefere "Taschen" im Zahnfleisch, einen stärkeren Abbau des Kieferknochens und erheblich schlechtere Heilungschancen, warnte Noack. Anders als bei Nichtrauchern blieben bei Rauchern Frühwarnzeichen auf Parodontose wie Blutungen des Zahnfleischs und Schmerzen aus.

Darüber hinaus steige die Gefahr, an Mundhöhlenkrebs zu erkranken, bei Rauchern auf bis das Vierfache im Vergleich zu Nichtrauchern. Bei gleichzeitigem Alkoholkonsum liege dieses Risiko sogar beim bis zu Fünfzehnfachen, erklärten die Zahnärzte. (APA/dpa)

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