HP-interner Streit um Compaq-Übernahme wird schärfer

1. März 2002, 15:34
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Schlacht mit ganzseitigen Zeitungsinseraten - US-Wertpapier- und Börsenkommission wird informiert

Der Streit zwischen dem amerikanischen Computerkonzern Hewlett Packard und seinem Verwaltungsratsmitglied und Großaktionär Walter B. Hewlett wegen der geplanten Übernahme von Compaq Computer durch HP wird immer schärfer.

Schlacht mit ganzseitigen Zeitungsinseraten

Hewlett, der Sohn eines der beiden Firmengründer, ist gegen die Übernahme für 21,6 Mrd. Dollar (25 Mrd. Euro), während HP und Compaq mit aller Macht ihre Fusion durchsetzen wollen. HP und Hewlett bekämpfen sich in täglichen ganzseitigen Zeitungsanzeigen in den großen US-Tageszeitungen und mit einer wahren Flut von Pressemitteilungen.

Hewlett kontaktierte amerikanische Wertpapier- und Börsenkommission

Hewlett hat der amerikanischen Wertpapier- und Börsenkommission SEC Unterlagen über ins Auge gefasste lukrative Anstellungsverträge für die Hewlett-Packard-Chefin Carly Fiorina und Compaq Computer-Chef Michael Capellas zugestellt, teilte er am Donnerstag mit. Die beiden sollten nach dem Vollzug der geplanten Fusion lukrative neue Anstellungsverträge mit hohen Grundgehältern, Boni und Aktienoptionen erhalten.

der Millionen-Dollar-Deal

Der ins Auge gefasste Gesamtwert wurde von Hewlett vor wenigen Tagen auf 115 Mill. Dollar beziffert. (der WebStandard berichtete) Den Wert der dazugehörigen Aktienoptionen bezifferte er am Donnerstag für Fiorina auf 57 Mill. Dollar und für Capellas auf 38 Mill. Dollar.

Es soll keine Vereinbarungen geben

Phil Condit und Sam Ginn, die mit Hewlett im HP-Kompensationsausschuss sitzen, erklärten, es gebe keine Vereinbarungen. Sie warfen Hewlett vor, irreführende öffentliche Stellungnahmen zu machen.

Gründerfamilie geschlossen gegen Fusion

Die HP-Aktionäre sollen am 19. März über die Transaktion abstimmen und die Compaq-Anteilseigner einen Tag später. Hewlett hat die Mitglieder der Packard-Gründerfamilie sowie die Stiftungen der Hewlett- und Packard-Gründerfamilie hinter sich. Zusammen kontrollieren sie 18 Prozent der HP-Aktien. Sie wollen gegen die Fusion stimmen.

Bei Fusion würden Aktien verkauft

Die von seinem Vater gegründete Hewlett Foundation werde wahrscheinlich ihre Investmentstrategie überprüfen, falls die Aktionäre die umstrittene Transaktion genehmigen sollten, erklärte Hewlett der "Financial Times" in einem am Freitag veröffentlichten Bericht. Hewlett habe angedeutet, er könnte seine Anteile an dem Unternehmen verkaufen, falls das Management mit seinem Compaq-Kauf Erfolg haben sollte, berichtete die Zeitung.(APA/dpa)

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