Japan will Walfang ausweiten

1. März 2002, 15:29
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Fangqute für gefährdete Seewale freigegeben

Tokio - Mit scharfen Protesten haben internationale Umweltschutzorganisationen auf Pläne der japanischen Regierung reagiert, ihren Walfang auf die gefährdeten Seewale auszuweiten. "Das japanische Fischereiministerium tut alles, um zu den schlimmen alten Tagen des industriellen Walfangs zurückzukehren", sagte Fred O'Regan, Präsident des International Fund for Animal Welfare (IWAF), nach einem Bericht der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo News vom Freitag.´

Word Wild Life Fund (WWF) verurteilte Japans Ausweitung

Die Regierung in Tokio hatte zuvor die Internationale Walfangkommission (IWC) über ihr Vorhaben informiert, neben 100 Minke-, 50 Bryde- und zehn Pottwalen auch 50 Seewale zu fangen. Auch der Word Wild Life Fund (WWF) verurteilte Japans Ausweitung seines Walfangs auf bedrohte Tiere.

Vorwand für wissenschaftliche Forschung

Japan fängt Wale für sein so genanntes Forschungsprogramm. Hauptzweck sei, die Ernährungsgewohnheiten der Wale und ihre Ökosysteme zu erforschen. Dieses Jahr soll die Jagd im Pazifik von Juni bis Oktober dauern. Walschützer meinen jedoch, dies sei nur ein Vorwand, um den millionenschweren Markt für Walfleisch zu versorgen. (APA/dpa)

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