Verknüpfung von Badner Bahn und U6 für Planungsstadtrat nicht möglich

1. März 2002, 14:51
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Linie U6 ist bereits zu stark belastet

Wien - Der Wiener Planungsstadtrat Rudolf Schicker (S) hat dem vor allem von niederösterreichischer Seite geäußerten Wunsch einer Verknüpfung der Badner Bahn mit der U6 im Gemeinderat eine deutliche Absage erteilt. Auf der "stark belasteten" Linie U6 werde derzeit in Spitzenzeiten im Zweieinhalb-Minuten-Takt gefahren. Deshalb sei es nicht machbar, dazwischen noch Züge der Badner Bahn einzuschieben.

Vorteile für Niederösterreich bei einer Verknüpfung

"Ich kann mir das technisch nicht wirklich vorstellen, dass das funktioniert, ohne dass der Takt sowohl auf der U 6 als auch auf der Badner Bahn beeinträchtigt und beleidigt wird", so der Stadtrat. Gleichzeitig räumte der Stadtrat freilich ein, dass die Vorteile für Niederösterreich bei einer Verknüpfung der beiden Linien auf der Hand liegen würden.

U6 wäre einzig machbare Variante

Die Möglichkeit eines Befahrens der U6-Gleise mit Zügen der Badner Bahn ist im Zuge einer Studie über die Verknüpfung der U-Bahnen mit anderen Verkehrsmitteln als einzig machbare Variante übrig geblieben. Überlegungen, die Züge der U4 über Heiligenstadt und über Hütteldorf hinaus auf Gleisen der ÖBB fahren zu lassen, hätten sich wegen des hohen Anpassungsbedarfs als nicht realisierbar erwiesen.

Schicker bekräftigte auch, dass aus seiner Sicht statt einer Verlängerung der U6 nach Stammersdorf die Straßenbahnlinie 31 ausgebaut werden sollte. Es gebe zwar einen einstimmigen Wunsch der Floridsdorfer Bezirksvertretung: "Nur das ist ein einstimmiger Wunsch und noch nicht die Finanzierung." Schicker will mit dem Bezirk daher alle Varianten - Verlängerung der U6 oder Ertüchtigung der Straßenbahn - diskutieren. (APA)

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