"Es ist Zeit für etwas mehr Realismus in Hollywood"

2. März 2002, 09:00
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Gegen männliche Dominanz im Film-Biz: Aktivistinnen verpassten Oscar-Statue ein "anatomisch korrektes" Aussehen

Los Angeles - Drei Wochen vor der Oscar-Verleihung hatten Frauen aus der Filmbranche gegen die Vorherrschaft der Männer in Hollywood protestiert. Dafür verpassten sie der begehrten Oscar-Statue ein "anatomisch korrektes" Aussehen. "Es ist Zeit für etwas mehr Realismus in Hollywood", erklärten die bekannten Aktivistinnen-Gruppen Guerilla Girls und Alice Locas in Los Angeles.

Die goldene Statue sei etwas abgewandelt worden, um dem Aussehen jener weißen und männlichen Regisseure gerechter zu werden, die sie Jahr für Jahr einheimsten. Dementsprechend erhielt die normalerweise gut gebaute goldene Statue die rundlicheren Formen eines Mannes im reifen Alter. "Den Oscar für die beste Regie hat noch nie eine Frau bekommen", verkündeten Protestplakate. Zudem seien nur drei Prozent der schauspielernden Oscar-Gewinner schwarz.(APA)

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