Waneck: Zahlen sind "grundfalsch"

2. März 2002, 13:03
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Ex-Hauptverbands-Chef Sallmutter widerspricht Aussagen des FP-Staatssekretärs

Wien - Gesundheits-Staatssekretär Reinhart Waneck (F) erachtet die heute im ORF-Morgenjournal präsentierten Zahlen zu einer Verteuerung des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger für "unseriös und grundfalsch". Durch die von der Regierung veranlasste Einsparung mehrerer Verwaltungsebenen hätten sich die Kosten sogar verringert, erklärte er in einer Aussendung. Die "auffällig" niedrigen Kosten der alten Verwaltung erklärt sich der Staatssekreetär "aus der Verschleierung der tatsächlichen Kosten durch die alte SP-Hauptverbandsführung".

Natürlich hätten die Mitglieder der acht alten Gremien nicht gratis gearbeitet, sondern Sitzungsgelder kassiert, die nicht in den Gehaltskonten ausgewiesen würden, betonte Waneck. Nun zu behaupten, die ordentlich ausgewiesenen Kosten der neuen Führungsstruktur seien teuerer als die alte könne nur als verspäteter Faschingsscherz bewertet werden, sagte der Staatssekretär.

Offenbar wollten gewisse Kreise im Hauptverband mit gezielten Fehlinformationen die Reformarbeit der Bundesregierung diskreditieren, vermutet Waneck. Die Abschlankung der Hauptverbandsführungsebenen habe mit Sicherheit zu keiner Verteuerung geführt, sondern ganz im Gegenteil Kosten gespart. "Niemand kann ernsthaft behaupten, dass drei Führungsebenen teurer sind als acht", so Waneck.

Sallmutter weist Waneck-Vorwürfe zurück

Ex-Hauptverbands-Präsident Hans Sallmutter hat Vorwürfe von Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck (F) zurückgewiesen, wonach die alte Führung Kosten verschleiert habe. In einer Aussendung sprach er von einer "Ungeheuerlichkeit". Es gebe kaum ein öffentliches Unternehmen, das so strengen Prüfungen unterliege wie die Sozialversicherung.

Dass durch die Schaffung neuer und größerer Gremien die Kosten der Selbstverwaltung im Hauptverband steigen würden, sei seit langem kein Geheimnis. Schön langsam könne man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass überall dort, wo freiheitliche Politik ans Werk gehe, eine Selbstbedienungsmentalität auf Kosten der Steuer- und Beitragszahler einziehe. "Noch gut in Erinnerung" ist Sallmutter "die falsche Frau Magistra Fabel und ihre Gehaltsansprüche oder die Geldverschwendung im Infrastrukturministerium unter Monika Forstinger". (APA)

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