Kim: Keine Alternative zu "Sonnenscheinpolitik" gegenüber Nordkorea

1. März 2002, 11:21
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Südkoreanischer Präsident in Troubles

Seoul - Ungeachtet der jüngsten Spannungen zwischen den USA und Nordkorea hat der südkoreanische Präsident Kim Dae Jung die Notwendigkeit einer Annäherung zum kommunistischen Nachbarn betont. "Die gesamte internationale Gemeinschaft, einschließlich der Vereinten Nationen unterstützt diese Politik, weil es keine Alternative gibt", sagte Kim in Seoul am Freitag. Auch die USA hätten beim Besuch von US-Präsident George W. Bush in der vergangenen Woche in Seoul ihre Unterstützung für eine solche "Sonnenscheinpolitik" gegenüber Nordkorea signalisiert, sagte Kim.

Ende Jänner hatte Bush Nordkorea als Teil einer "Achse des Bösen" bezeichnet und damit auch Irritationen in Südkorea hervorgerufen. Nordkorea hatte seitdem seine Verbalattacken gegen die USA verstärkt und das wiederholt vorgetragene Dialogangebot Washingtons an Pjöngjang zurückgewiesen.

Der südkoreanische Vereinigungsminister Jeong Se Hyun sagte am Freitag in einem Rundunkinterview, Seoul sei bereit, Nordkorea erneut Düngemittel zur Verfügung zu stellen, wenn Pjöngjang offiziell darum bitte. Er hoffe, dass der Bedarf an Hilfslieferungen Nordkorea an den Verhandlungstisch zurückhole. (APA)

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