Fischer und Annan erörterten Lage in Nahost, Irak und Afghanistan

28. Februar 2002, 23:01
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Saudiarabische Friedensinitiative von beiden begrüßt

Berlin - UNO-Generalsekretär Kofi Annan und Deutschlands Außenminister Joschka Fischer haben am Donnerstag bei einem Abendessen in Berlin die Lage in Nahost und Afghanistan erörtert. Auch die angespannte Lage im Irak sei Thema des Gesprächs gewesen, verlautete aus Teilnehmerkreisen. Fischer hatte die USA vor kurzem vor einem Angriff auf den Irak gewarnt. Auch Annan hatte vor wenigen Tagen gesagt, dass er einen Angriff auf Irak für unklug halte.

Friedensinitiative für Nahen Osten

Fischer und Annan begrüßten den Angaben zufolge die Friedensinitiative Saudiarabiens für Nahost. Sie sieht den Rückzug Israels aus allen besetzten Gebieten vor. Im Gegenzug sollen die arabischen Staaten Israel anerkennen und dessen Sicherheit garantieren. In diesem Zusammenhang könnte der Gipfel der Arabischen Liga im März in Beirut eine bedeutende Rolle spielen, hieß es weiter.

Internationale Schutztruppe

Thema der Unterredung war auch die Perspektive für die internationale Schutztruppe in Afghanistan (ISAF). Annan hatte am Morgen bei einer Rede im Bundestag für eine Verlängerung des UNO- Mandats über Juni hinaus plädiert. Deutschlands Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte diese Überlegungen begrüßt, sich aber reserviert zu einer Ausweitung des Mandats über Kabul hinaus auf andere Gebiete Afghanistans geäußert. Eine Übernahme der ISAF-Führungsrolle durch Deutschland nach den Briten hatte der Kanzler erneut abgelehnt. (APA/dpa)

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