Vorwurf gegen Clintons Nahost-Politik

28. Februar 2002, 20:36
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Massiver Druck für Friedenslösung habe Gewalt aufgeheizt

Washington - Das Weiße Haus ist wegen angeblicher schwerer Vorwürfe gegen die Nahost-Politik von Ex-Präsident Bill Clinton unter Druck geraten. US-Medien zitierten den Sprecher des Weißen Hauses, Ari Fleischer, am Donnerstag mit den Worten, Clintons massive Versuche, Israelis und Palästinenser zu einer Friedenslösung zu bewegen, hätten die Gewalt angeheizt.

Nahost-Verhandlungen haben große Hoffnungen geweckt

Die Nahost-Verhandlungen in den letzten Monaten von Clintons Amtszeit hätten große Hoffnungen geweckt, die dann nach dem Scheitern der Bemühungen in Gewalt umgeschlagen seien, wurde Fleischer aus einem Journalistengespräch zitiert. Fleischer reagierte damit auf die Kritik, Präsident George W. Bush unternehme zu wenig im Nahen Osten. Fleischer warf Clinton vor, er habe auf beide Seiten zu starken Druck ausgeübt.

In seiner anschließenden Pressekonferenz bestritt Fleischer, dass er Clinton für die Gewalt verantwortlich gemacht hat. Er habe lediglich darauf hingewiesen, dass die Gewalt im Nahen Osten vor Bushs Amtsantritt explodiert sei. (APA/dpa)

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