Guantanamo: USA wollen Hungerstreik nicht zulassen

2. März 2002, 10:01
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Zwei der 75 protestierenden Gefangenen intravenös mit Flüssigkeit versorgt

Guantanamo - Die USA wollen einen Hungerstreik der Häftlinge im US-Stützpunkt Guantanamo auf Kuba nicht zulassen. Zwei Gefangene wurden am Freitag in das Lagerlazarett gebracht, wo sie intravenös auf Flüssigkeitsmangel behandelt wurden. Einer aß dort auch etwas und wurde danach zurück in seine Zelle gebracht, der andere Gefangene weigerte sich und blieb im Lazarett. Die Zahl der Gefangenen, die sich weigerten etwas zu essen, blieb an Freitag konstant bei 73 beim Frühstück und 75 beim Mittag- und Abendessen.

"Wir werden bestimmt nicht zulassen, dass sie sich selbst Schaden zufügen oder hungern", sagte Hauptmann Alan Couch, ein Sprecher der Leitung des Gefangenenlagers. Begonnen hatte der erste organisierte Protest der mutmaßlichen Mitglieder von El Kaida und Taliban am Mittwoch, nachdem am Dienstag einem Gefangenen während des Gebets ein Turban vom Kopf gerissen wurde. Am Donnerstag beteiligten sich dann bis zu 194 der insgesamt 300 Häftlinge an dem Protest.(APA/AP)

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