Testosteron-Mangel macht Männer traurig

1. März 2002, 21:21
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... und grantig sowieso, ergibt britische Studie

Ein Mangel des Geschlechsthormons Testosteron kann Männer traurig und übellaunig machen. Das ist das Ergebnis einer Studie schottischer Wissenschafter, deren Veröffentlichung in der jüngsten Ausgabe der britischen Fachzeitschrift "New Scientist" angekündigt wird. "Sind Sie plötzlich schlechter Laune und so gefühlsgeladen, dass Sie jederzeit in Tränen ausbrechen könnten?", werden die Leser gefragt.

Syndrom des "gereizten Mannes"

"Dann leiden Sie vielleicht unter dem Syndrom des gereizten Mannes." Die schottischen Forscher stellten demnach unter anderem bei Schafen, Ziegenböcken, Hirschen und Elefanten bei einem niedrigeren Testosteron-Spiegel Anzeichen von Frustration fest und gehen davon aus, dass Ähnliches auch für den Mann gilt.

Nach Angaben von Gerald Lincoln vom Forschungsinstitut in Edinburgh werden die Versuchstiere im Winter gereizt und nervös - dann sinkt nämlich der Anteil des männlichen Hormons. Beim Mann könne Stress, Trauer oder eine Krankheit zu einem Sinken des Testosteron-Spiegels führen. Einzelheiten der schottischen Studie sollen in der Zeitschrift "Reproduction, Fertility and Development" veröffentlicht werden. (APA)

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