Russell Crowe bedrängte britischen TV-Produzenten

28. Februar 2002, 16:04
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"Ich bin sicher, dass ihm noch die Ohren klingeln"

Der Schauspieler Russell Crowe hat am Donnerstag bestätigt, am vergangenen Sonntag während einer Party in London mit dem britischen TV-Produzenten Malcolm Gerrie einen Streit gehabt zu haben und handgreiflich geworden zu sein. "Er hat weder blaue Flecken noch ist er verbeult, aber ich bin sicher, dass ihm noch die Ohren klingeln", sagte Crowe bei der australischen Premiere seines Films "A Beautiful Mind".

Crowe zeigte kaum Reue

Der Star gab zu verstehen, dass ihm die Rangelei kaum Leid tue. "Ich bereue wenig von dem, was ich gesagt habe, auch wenn es bei Tageslicht etwas leidenschaftlicher aussieht, als mir lieb ist". Crowe war am Sonntag mit dem britischen Filmpreis für seine Rolle des schizophrenen Mathematik-Genies in "A Beautiful Mind" ausgezeichnet worden.

Verärgert über den Schnitt seiner Dankesrede

Der Branchendienst "Daily Variety" hatte in seiner Mittwochsausgabe berichtet, Crowe sei aus Ärger über den Schnitt seiner Dankesrede in der BBC-Fernsehübertragung ausgerastet. Auf der anschließenden Verleihungsparty in einem Londoner Hotel soll er geflucht und den TV-Produzenten Gerrie geschubst haben. Crowe habe sich lautstark darüber aufgeregt, dass seine Rezitation eines Gedichts von Patrick Kavanagh für die Fernsehübertragung herausgeschnitten wurde.

Ruf eines "Hitzkopfes"

"Daily Variety" berief sich auf Augenzeugen, die beschrieben hatten, Crowe habe Gerrie an eine Wand gedrückt und gedroht, er würde verhindern, dass der Brite jemals in Hollywood produzieren könne. "Wer um alles in der Welt wagt zu entscheiden, das Gedicht des besten Schauspielers rauszuschneiden?", soll er gebrüllt haben.

Der 37-jährige Crowe, der im vergangenen Jahr für seine Rolle in dem Historienspektakel "Gladiator" einen Oscar gewonnen hat, ist in diesem Jahr mit für seine Hauptrolle "A Beautiful Mind" erneut in Hollywood nominiert. Sein Wutausbruch, für den sich die Produktionsfirma Dreamworks bei Gerrie entschuldigt haben soll, scheint den Ruf des gebürtigen Neuseeländers zu bestätigen, privat manchmal hitzköpfig und handgreiflich zu reagieren. (APA)

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    Russel Crowe: "Ich bereue wenig von dem, was ich gesagt habe, auch wenn es bei Tageslicht etwas leidenschaftlicher aussieht, als mir lieb ist".

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