Arundhati Roy drohen sechs Monate Haft

28. Februar 2002, 15:39
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Indische Schriftstellerin nach Öko-Protest gegen Staudamm verurteilt

München - Der Oberste Indische Gerichtshof will am 6. März sein Urteil wegen wiederholter Missachtung des Gerichts gegen die populäre indische Schriftstellerin, Menschenrechts- und Umweltaktivistin Arundhati Roy verkünden, teilt ihr Münchner Verlag in einer Aussendung mit.

Arundhati Roy, weltweit bekannt geworden durch ihren Debütroman "Der Gott der kleinen Dinge", für den sie u.a. auch 1997 mit dem Booker-Preis ausgezeichnet worden war, drohen sechs Monate Haft.

Nach ihrem flammenden Essay "The Greater Common Good" (auf Deutsch erschienen in dem Band "Das Ende der Illusion", Blessing Verlag, Herbst 1999) gegen den Bau des Sadar Sarovar-Staudamms wurde die Autorin angeklagt, "den Fluss der Gerechtigkeit zu verschmutzen". Nach dem Protest der Autorin gegen dieses Urteil wurde sie erneut der Missachtung des Gerichts beschuldigt.

Für ihre Arbeit als Schriftstellerin und ihr Engagement für die Menschenrechte ist Arundhati Roy im November 2001 mit dem Großen Preis der in Paris ansässigen Welt-Akademie der Kulturen ausgezeichnet worden. Einer Auszeichnung, die Werken gilt, die zum Kampf gegen Intoleranz, gegen Rassismus und gegen die Diskriminierung von Frauen beitragen. (APA)

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