TopCall rutschte 2001 tief in die Verlustzone

28. Februar 2002, 14:28
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Nachsteuerergebnis mit fast 5 Mill. Euro deutlich negativ

Das an der Nasdaq Europe notierte Wiener Unternehmen TopCall, ein Anbieter für Kommunikationslösungen, hat die weltweite Konjunkturflaute 2001 deutlich zu spüren bekommen und tiefrote Zahlen geschrieben. Nach endgültigen Zahlen wies das Ergebnis nach Steuern einen Verlust von 4,8 Mill. Euro (66 Mill. S) aus, nach einem Gewinn von 1,3 Mill. Euro im Jahr davor, sagte Finanzvorstand Christoph Stockert am Donnerstag zur APA. Für 2002 rechnet Stockert mit einem Umsatzwachstum im "unteren zweistelligen Bereich" und einer positiven EBIT-Marge (Betriebsergebnis/Umsatz) von 5 Prozent.

Umsatz eingebrochen

Im vergangenen Jahr brach der Umsatz um fast ein Fünftel von 37,2 auf 30,4 Mill. Euro ein. Daraus resultierte ein operatives Ergebnis (EBIT) von minus 5,3 (nach plus 3,2) Mill. Euro, das laut Stockert vor allem durch hohe Abschreibungen aus dem Verkauf einer Tochter, Wertberichtigungen und Rückstellungen belastet war. Mit rund 58.000 Euro leicht positiv - wenn auch massiv geschrumpft - fiel 2001 das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) aus. 2000 hatte der EBITDA-Gewinn 5,9 Mill. Euro betragen.

Umstrukturierung abgeschlossen

Die Umstrukturierung der Gruppe bezeichnete Stockert als inzwischen abgeschlossen. Von ihrer verlustträchtigen Tochter A-Consult hat sich TopCall Anfang September 2001 getrennt, sie wurde verkauft. Bei anderen Töchtern musste angesichts rückläufiger Umsätze der Sparstift angesetzt werden, innerhalb der Gruppe wurde der Personalstand von 248 auf nun 222 Mitarbeiter zurückgefahren. Von den im Vorjahr eröffneten Vertriebsbüros in Australien und China verspricht sich TopCall für heuer entsprechende Beiträge für die heuer erwartete Umsatzausweitung. Die Liquidität der Gruppe lag 2001 mit 8,5 Mill. Euro um 42 Prozent höher.

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